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Dow Jones 19756.85 0.72%
Nasdaq 4894.66 0.78%
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Optionsscheinpreis und Einflussfaktoren

Der Optionsscheinpreis unterliegt, neben der Kursentwicklung des Basiswertes, weiteren Einflussfaktoren. Dazu gehören die Laufzeit, Volatilität, Zinsen sowie Dividenden. Bei ausländischen Basiswerten gilt es, zusätzlich die jeweiligen Währungsveränderungen zu berücksichtigen. Doch bevor die Einflussfaktoren im Detail betrachtet werden, gilt der Blick dem Optionsscheinpreis.
 

Optionsscheinpreis und Einflussfaktoren – Innerer Wert und Zeitwert


Allgemein setzt sich der Optionsscheinpreis aus dem inneren Wert sowie dem Zeitwert zusammen.
 

Der innere Wert ermittelt sich bei Call-Optionsscheinen aus dem positiven Abstand zwischen Kurs des Basiswertes und Basispreis. Bei Put-Optionsscheinen ist die Situation umgekehrt und der innere Wert ergibt sich aus der positiven Differenz von Basiswert und Kurs des Basispreises. In beiden Fällen gilt es, das Bezugsverhältnis als Faktor zu berücksichtigen, das die Anzahl der Optionsscheine für den Kauf bzw. Verkauf des Basiswertes angibt.
 

Der Preis eines Optionsscheins ist allerdings stets höher als der innere Wert, was dem Zeitwert zugeschrieben werden muss. Der Zeitwert ermittelt sich dementsprechend aus der positiven Differenz von Optionsscheinpreis und innerem Wert. Während der Laufzeit des Optionsscheins sinkt der Zeitwert exponentiell und bis zum Schluss auf null, sodass der Optionsscheinpreis am Laufzeitende nur noch durch den inneren Wert bestimmt wird. Sofern zum Fälligkeitstag kein innerer Wert mehr vorliegt, verfällt der Optionsschein und der Optionsscheinkäufer erfährt einen Totalverlust.
 

Optionsscheinpreis und Einflussfaktoren – Laufzeit, Volatilität & Co.


Allgemein wird der Optionsscheinpreis von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Neben dem Kurs des Basiswertes sind dies Restlaufzeit, Zinsen, Volatilität sowie erwartete Dividenden. Wenn der Kurs des Basiswertes steigt, legt auch der Call-Optionsscheinpreis zu, während der Put-Optionsscheinpreis sinkt. Bei der Laufzeit gilt, umso länger (kürzer) die Restlaufzeit, desto höher (niedriger) ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Optionsschein am Laufzeitende einen inneren Wert besitzt und desto höher (niedriger) ist der Optionsscheinpreis. Da der Emittent zur Absicherung der verkauften Calls große Summen an Kapital benötigt, werden diese in Form von Zinskosten an den Optionsscheinkäufer weitergereicht. Daher verteuern steigende Zinsen die Preise von Call-Optionsscheinen, während steigende Zinsen bei Put-Optionsscheinen zu sinkenden Optionsscheinpreisen führen. Denn der Emittent verkauft in letzterem Fall den Basiswert und kann im Gegenzug das erhaltene Kapital zinsbringend anlegen.
 

Eine hohe (niedrige) Volatilität im Basiswert erhöht (reduziert) die Wahrscheinlichkeit, dass zum Fälligkeitstag ein positiver Wert erreicht wird und verteuert (verbilligt) somit den Optionsscheinpreis. Dividenden haben einen Einfluss, falls es zu einer Veränderung der Dividendenerwartung kommt. Sofern ein Dividendenabschlag beispielsweise höher ausfällt, als ursprünglich erwartet führt dies zu einer Verbilligung des Call-Optionsscheinpreises. Beim Put-Optionsscheinpreis ist die Situation umgedreht. Die konkreten Auswirkungen dieser Variablen auf einen Call- respektive Put-Optionsscheinpreis soll nachfolgende Tabelle veranschaulichen:
 

Faktor Einflussgröße Call-Preis Put-Preis
Kurs des
Basiswertes
steigt steigt sinkt
Laufzeit nimmt ab sinkt sinkt
Risikofreier Zins steigt steigt steigt
Volatilität steigt steigt steigt
erwartete Dividenden steigen sinkt steigt

 

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