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Wie funktioniert ein Call-Optionsschein?

Die Funktionsweise eines Call-Optionsscheins soll an den Aktien der "TEST-AG" veranschaulicht werden. Aktuell notiert der Wert bei 100 Euro. Ein Call-Optionsschein auf die TEST-AG weist beispielsweise folgende Konditionen auf:

Wie funktioniert ein Call-Optionsschein? – Call-Kauf auf die „Test AG“


Der Call-Optionsschein berechtigt den Inhaber, eine Aktie der TEST-AG (= Basiswert) zum Preis von 100 Euro (= Basispreis), im Verhältnis 1:1 (= Bezugsverhältnis), bis zum 20. August nächsten Jahres (= Bezugsfrist oder Laufzeit des Optionsscheins) zu kaufen. Für dieses Recht zahlt der Call-Optionsschein-Käufer zum Kaufzeitpunkt eine Optionsprämie in Höhe von 10 Euro. Das bedeutet:

Wie funktioniert ein Call-Optionsschein? – im Geld oder aus dem Geld?


Mit diesem Call-Optionsschein besteht das Recht, bis zum 20. August nächsten Jahres eine Aktie der TEST-AG für 100 Euro zu erwerben – unabhängig vom jeweils aktuellen Aktienkurs. Es erscheint logisch, dieses Recht nur dann auszuüben, wenn die TEST-AG über 100 Euro notiert. Je höher der Aktienkurs, umso wertvoller das Recht.

Die positive Differenz zwischen dem Kurs des Basiswertes und dem Basispreis ist der innere Wert. Dies ist der erzielbare Betrag bei unmittelbarer Ausübung des Call-Optionsscheins. Call-Optionsscheine mit einem inneren Wert liegen „im Geld“. Steigt die TEST-AG-Aktie beispielsweise auf 130 Euro, errechnet sich ein innerer Wert von 30 Euro (130 – 100 Euro), der bei Ausübung erzielt wird.
Fällt der Aktienkurs der TEST-AG indes unter 100 Euro, ist der Bezug der Aktie über die Börse günstiger als mit dem Call-Optionsschein. Wenn der Preis des Basiswertes unter dem Basispreis notiert, befindet sich der Optionsschein „aus dem Geld“. Sofern die TEST-AG-Aktien beispielsweise auf 90 Euro fallen, ist es sinnvoller, das Optionsrecht verfallen zu lassen und die Aktie günstiger über die Börse zu erwerben.
 

Wie funktioniert ein Call-Optionsschein? – Gewinne erzielen mit Calls


Ob der Anleger mit dem Call-Optionsschein einen Gewinn erzielt, wird mitunter durch die Optionsprämie beeinflusst. Im vorliegenden Beispiel beträgt diese 10 Euro, die erst wieder verdient werden muss. Da der Optionsscheinkäufer die TEST-AG-Aktie zum Basispreis von 100 Euro erwirbt, muss der Kurs auf mindestens 110 Euro ansteigen, damit die Gewinnschwelle erreicht wird. Steigt die Aktie beispielsweise weiter auf 130 Euro, klettert der Optionsschein auf 30 Euro (130-100 Euro). Da der Kapitaleinsatz lediglich 10 Euro beträgt, führt ein Plus von 30 Prozent im Basiswert zu einem Gewinn von 200 Prozent mit dem Call-Optionsschein.

Sofern der Preis des Basiswertes unterhalb des Basispreises notiert, wird auf eine Ausübung in der Regel verzichtet. Deshalb ist der maximale Verlust auf die bezahlte Optionsprämie (10 Euro) beschränkt.

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Im nächsten Beitrag erfahren Sie, wie ein Put-Optionsschein beispielhaft funktioniert.

Basiswissen rund um Optionsscheine