Dax 10542.0 1.31%
MDax 21606.0 1.49%
TecDax 1802.5 1.58%
BCDI 138.39 0.06%
Dow Jones 18328.77 1.02%
Nasdaq 4880.57 0.73%
EuroStoxx 3005.0 1.4%
Bund-Future 165.58 -0.2%

Einleitung

Gradmesser der Märkte - Rohstoffindizes im Überblick 

 

DAX, Dow Jones Industrial, S&P 500 oder FTSE: Wer sich in irgendeiner Form mit den Kapitalmärkten beschäftigt und versucht, den Dschungel der angebotenen Finanzprodukte selbsttätig zu durchdringen, der trifft zweifellos recht schnell auf einen oder mehrere der oben aufgeführten Aktienindizes. Doch auch wer sich eigentlich überhaupt nicht für das Auf und Ab an den Aktienbörsen interessiert und somit zur Masse der Bundesbürger gehört, kommt an ihnen kaum vorbei, denn regelmäßig vor der Tagesschau flimmert im Verlauf des Börsenberichtes der Verlauf des deutschen Leitindex, des DAX, über die Bildschirme. Diese Indizes, die als Gradmesser die Entwicklung ganzer Aktienmärkte oder gewisser Segmente daraus darstellen, sind zumindest in ihren »Heimatländern« zumindest dem Namen nach einem Großteil der Bevölkerung bekannt.

 

Ganz anders sieht es hingegen mit RICI, S&P GSCI und Co. aus. Selbst langjährige Hardcore-Börsianer tun sich mitunter schwer, die hinter diesen Abkürzungen stehenden Indizes dem Rohstoffsektor zuzuordnen. Und das, obwohl diese Indizes – wie ihre Verwandten aus der Aktien- oder Anleihenwelt auch – die Beobachtung der Entwicklung der Rohstoffmärkte vereinfachen und Investments im Rohstoffsektor einfacher gestalten. Vor allem für Anleger, die das Risiko scheuen, alles auf eine Karte zu setzen und nur in einen ganz bestimmten Rohstoff zu investieren, kann ein Investment in den gesamten oder zumindest große Teile des Rohstoffmarktes eine sinnvolle Alternative sein.

 

Und genau da können Rohstoffindizes mit einer meist breiten Streuung eine gute Quelle für die Diversifikation innerhalb der Assetklasse Rohstoffe darstellen. In vielen Studien wurde zudem nachgewiesen, dass so genannte passive Anlagestrategien, also solche, die ohne Eingriffe seitens des Anlegers oder eines Fondsmanagers auskommen, langfristig meist erfolgreicher waren als aktive.

 

Ohne diese Erkenntnis wäre die Erfolgsstory von börsengehandelter Indexfonds, so genannter ETFs, die durch ihre Mischung aus Indexnachbildung (= passives Management) und günstigen Gebühren wohl kaum zu erklären. Doch rein rational betrachtet ist der Run der Anleger auf diese Produkte verständlich: Mit weniger Analyseaufwand und geringeren Gebühren eine meist bessere Performance erzielen als ein Fondsmanager, der eben meist mit den von ihm ausgewählten Aktien »danebenliegt«. Doch ohne Indizes keine ETF! Und keine anderen Finanzprodukte, die sich auf diese Indizes beziehen und versuchen, deren Wertentwicklung nachzubilden. Es lebe also der Index!

 

Wie Sie bisher gelesen haben, ist das Thema Rohstoffhandel eine zwar hochinteressante und aussichtsreiche, dafür aber auch leider recht komplexe und nicht eben leicht zu durchdringende Materie. Hier wäre es für viele Interessenten sicherlich recht hilfreich, ein wenig Unterstützung bei der Auswahl und der Überwachung der Commodity-Investments zu erhalten. Auch hierfür sind Indizes aufgrund ihrer intuitiven Anwendung und der meist breiten Palette an indexbezogenen Investments einen zweiten Blick wert.

 

Rohstoffhandel als Vollzeitjob?

 

»Echte« Rohstoffinvestments sind, wie Ihnen ja inzwischen bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist, aufgrund der vielen Nachteile eines Engagements in physischen Commodities, Anlagen in Rohstoff-Futures. Und langfristige Futures-Engagements erfordern ein regelmäßiges Rollieren, das bedeutet Tauschen des auslaufenden Kontraktes in einen Kontrakt mit einem späteren Verfallsdatum.

 

Für Anleger wie Sie und mich wäre eine solche Form des Investments sicherlich sehr aufwendig und kompliziert in der Überwachung und Durchführung. Denn im Rahmen einer ausreichenden Diversifikation, also einer sinnvollen Risikostreuung der Anlagemittel müssten für das Halten von Kontrakten auf unterschiedliche Rohstoffe viele Detailinformationen permanent überwacht werden, die Handelsvoraussetzungen und Handelsdaten diverser Börsenplätze eingehalten und teilweise sogar über Terminzonen hinweg auf der ganzen Welt an den Börsen hinweg agiert und die notwendigen Sicherheitsleistungen (Margins) vorgehalten werden. Richtig aufgesetzt und umgesetzt also fast ein Vollzeitjob, der Ihnen neben einem glücklichen Händchen bei der Auswahl der Rohstoffe auch einiges an Organisationstalent abverlangen dürfte!

 

Rohstoffindizes als Grundlage für mittlerweile unzählige Investmentprodukte helfen, diesen Verwaltungs- und Überwachungsstress effektiv zu vermeiden.

 

Indizes sind in der Regel breit diversifiziert, leicht verständlich und Finanzprodukte, die sich auf diese Indizes beziehen, sind vor allem für Privatanleger leicht und relativ kostengünstig handelbar!

 

Gewichtige Argumente und Vorteile also, die dafür sprechen, uns die gängigsten Rohstoffindizes einmal genauer anzusehen.

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