Dax 10943.0 1.56%
MDax 21124.0 0.67%
TecDax 1719.0 0.70%
BCDI 129.71 0.35%
Dow Jones 19260.0 0.02%
Nasdaq 4792.82 0.13%
EuroStoxx 3136.5 0.64%
Bund-Future 160.35 0.31%

Rohstoff-Terminkontrakte

Terminbörse nichts für Privatanleger

 

Den Weg über die Terminbörse zu gehen ist für die Profis im Rohstoffgeschäft schon seit langer Zeit Standard. Für Privatanleger ist diese sicher direkteste und flexibelste Möglichkeit der Teilhabe an der Entwicklung von Rohstoffmärkten allerdings eher ungeeignet. Zwar gibt es an den Warenterminbörsen der Welt auf fast alle wichtigen und weniger wichtigen Rohstoffe und Rohstoff-Indizes eine Vielzahl von unterschiedlichen Kontrakten und Derivaten mit den unterschiedlichsten Laufzeiten. Allerdings ist das Eingehen von Futureskontrakten direkt an den Rohstoffbörsen für die allermeisten Privatanleger kein gangbarer Weg, da die Zugangshürden zu diesen Märkten relativ groß sind, eine ständige Marktpräsens für die Überwachung der eingegangenen Positionen notwendig ist und der Terminhandel aufgrund der Nachschusspflichten ein echter Profimarkt ist.

 

Nur im allgemeinen Börsengeschäft erfahrene Anleger, die sich auch mit den Besonderheiten der Rohstoffe und der Rohstoffmärkte sehr gut auskennen und über große finanzielle Reserven verfügen, können eventuell den Alleingang zur CBOT & Co. wagen. Da die Kontrakte sich meist auf große Mengen des zugrundeliegenden Rohstoffes beziehen, muss das Investitionsvolumen und damit die Verlusttoleranz hoch sein. Man darf sich hier nicht von den niedrigen Einschussverpflichtungen blenden lassen, diese können sich bei einer falschen Positionierung schnell zu sehr großen Beträgen addieren. Dies gilt auch für die anfallenden Kosten und Gebühren, die relativ hoch sind.

 

Hohes Risiko für Zocker

 

Doch es geht auch anders: Wer sich trotz der damit verbundenen hohen Risiken für diese Form des Rohstoffhandels erwärmen kann, der findet seit kurzem ein Betätigungsfeld in den so genannten CFD (Contract for Difference). Im Grunde funktionieren CFDs genauso wie Futures, mit einem großen und bedeutenden Unterschied: Sie haben keine Endfälligkeit.

 

Ansonsten fallen bei diesen Derivaten wie im Futureshandel Marginzahlungen an und ein Punkt Wertveränderung im zugrundeliegenden Rohstoff verändert den Wert eines CFD ebenfalls um einen Punkt, gegebenenfalls gehebelt um einen festgelegten Faktor. Mit CFDs kann ein Spekulant, und nur für diese sollten diese Finanzinstrumente überhaupt in Frage kommen, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen. Da die Gewinn- aber auch die Verlustrisiken enorm sind und es sehr schnell zu Nachschussverpflichtungen kommen kann, sind CFDs nur etwas für erfahrene, jederzeit auf der Lauer liegende Zocker, die auch einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals verkraften können. Für diese Spezies jedoch sind diese Papiere ideal, da kostengünstig, transparent, liquide und fast für jeden Basiswert zu haben.

Grundlagen

Globale Rohstoffmärkte

Besonderheiten des Rohstoffhandels

Rohstoffindizes im Überblick

Rohstoffinvestment - auch für Privatanleger?

Passive Rohstoffstrategien

Produkte auf Einzelrohstoffe

Einfache Handelsstrategien mit CoT-Reports

Wo Sie mehr Rohstoff-Informationen finden