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Steigende Erdölpreise

Hohe Erdölpreise durch Versäumnisse in der Vergangenheit

 

Durch die jahrzehntelange »Dürre« an den Rohstoffmärkten wurde lange Zeit bei vielen Rohstoffen nicht ausreichend in die Aufspürung neuer Rohstoffvorkommen oder in Abbau- oder Produktionskapazitäten investiert. Da die Nachholung dieser Versäumnisse bei wieder erstarkten Rohstoffpreisen jedoch oftmals kein schnelles Unterfangen ist sondern oft jahrelanger Vorarbeiten und großer Investitionen bedarf, kommen die zur Befriedigung der ständig wachsenden Nachfrage notwendigen Rohstoffmengen nur nach und nach auf den Markt. Dies bedeutet, dass angebotsseitig noch für einige Zeit gewisse Rohstoffe nicht in ausreichendem Maße verfügbar sein werden und sich diese Situation erst mit fortschreitendem Ausbau der Förder- und Produktionskapazitäten entschärfen wird.

 

Bei einigen Rohstoffen ist gar fraglich, ob trotz der Erschließung neuer Abbaukapazitäten ein Ausweiten des Angebots überhaupt noch möglich sein wird. Als Paradebeispiel hierfür gilt seit vielen Jahren das Erdöl. Da die bekannten und erschlossenen Quellen in vielen Ländern bereits ihren Produktionshöhepunkt überschritten haben dürften, wird das Angebot trotz neuer Quellen mittelfristig immer weiter zurückgehen. Allerdings klaffen die Spannweiten der Schätzungen, wie lange noch das Schwarze Gold der Welt ausreichend als Schmierstoff zur Verfügung stehen wird, weit auseinander. Die meisten Schätzungen liegen im Bereich zwischen 20 und 50 Jahren. Es fällt dabei auf, dass die Ölkonzerne und viele Regierungen im optimistischeren Bereich der Zeitspanne liegen und vor allem Geologen und sonstige Wissenschaftler eher pessimistischere Schätzungen abgeben.

 

Auf jeden Fall ist unter Rohstoffexperten unstrittig, dass bei dieser Art von tendenziell »aussterbenden« Rohstoffen die starke globale Nachfragesteigerung – wenn überhaupt – nur mit immensen Anstrengungen und unter Erschließung weiterer erheblicher Ressourcen befriedigt werden kann. Viele dieser Bemühungen machen jedoch bei niedrigen Rohstoffpreisen für die Produzenten wirtschaftlich keinen Sinn. Nur bei ausreichenden wirtschaftlichen Anreizen in Form hoher Rohstoffpreise werden diese schlussendlich in die Erschließung und Förderung von Ressourcen investieren, denn nur dann winken den Produzenten die den Geschäftsrisiken entsprechenden Gewinne.

 

Die folgende Aufstellung zeigt beispielhaft für diese zur Neige gehenden Rohstoffe den Stand der weltweiten Ölförderung und den Stand der einzelnen Erzeugerländer in ihrem Produktionszyklus. Es ist ersichtlich, dass in vielen Ländern das Produktionsmaximum (»peak oil«) bereits überschritten wurde und deshalb zukünftig immer geringere Ölmengen gefördert werden können.

 

Ölförderung einzelner Förderländer und Restkapazitäten

 

Ölförderung - Grafik

 Quelle: www.wikipedia.de

 

Problematisch für die Versorgungssicherheit für Rohstoffe ist es auch, dass immer mehr Produktionsstandorte in politisch instabilen Regionen liegen. Viele rohstoffreiche Regionen sind aufgrund der politischen und sozialen Gegebenheiten bereits seit langem geopolitische Brandherde, in denen jederzeit Bürgerkriege oder Kriege zwischen verfeindeten Nachbarländern ausbrechen können. Solche brodelnden Konflikte können schnell dazu beitragen, dass das Angebot an den betroffenen Rohstoffen schlagartig zurückgeht und die Preise durch diese künstliche Verknappung ansteigen werden. Bleiben die kriegerischen Auswirkungen jedoch nicht regional begrenzt oder müssen auch zukünftig Schocks wie der 11. September 2001 wirtschaftlich verdaut werden, dann können Rohstoffinvestoren infolge der häufig nach solchen einschneidenden Situationen einsetzenden Rezessionen jedoch auch schnell mit stark fallenden Rohstoffpreisen konfrontiert werden.

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