17:49 10.07.12 OFFIZIELLE KORREKTUR/ROUNDUP: Druckindustrie setzt wieder mehr um
(Im zweiten Absatz, erster Satz wurde berichtigt: "Die rund 9.700 Unternehmen der Branche erlösten 2011 rund 20,7 Milliarden Euro, das war ein leichter Zuwachs von 0,2 Prozent." (Statt: "Die rund 9.700 Unternehmen der Branche erlösten 2011 rund 20,3 Milliarden Euro, das war ein leichter Zuwachs von 0,7 Prozent."). Der Verband hat seine Angaben korrigiert.)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die schwächelnde deutsche Druckindustrie hat nach zwei Flautejahren in Folge 2011 erstmals wieder ihren Umsatz gesteigert. Auch in diesem Jahr erwartet der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) dank der beiden Werbegroßereignisse Fußball-EM und Olympia ein Umsatzplus. Gemessen an anderen Industriebranchen hinken die Druckunternehmen allerdings weiter hinterher, wie bvdm-Präsident Rolf Schwarz am Dienstag in Frankfurt sagte. Druckereisterben und Arbeitsplatzabbau gingen auch im vergangenen Jahr weiter.
Die rund 9.700 Unternehmen der Branche erlösten 2011 rund 20,7 Milliarden Euro, das war ein leichter Zuwachs von 0,2 Prozent. Die deutsche Industrie insgesamt legte beim Umsatz mit 10,9 Prozent deutlich stärker zu. "Die Verluste der Vorjahre sind bei weitem noch nicht ausgeglichen", sagte Schwarz. Unzufrieden ist die Branche mit ihrer Ertragslage. Zwar stiegen die Erzeugerpreise für Druckleistungen im vergangenen Jahr erstmals seit 2003 wieder leicht um 1,3 Prozent. Die steigenden Kosten für Energie und Rohstoffe könnten damit aber nicht aufgefangen werden, sagte Schwarz.
In diesem Jahr hofft die Branche auf ein Umsatzplus von 1,5 Prozent, obwohl sie in den ersten vier Monaten noch einen leichten Rückgang von 0,1 Prozent hinnehmen musste. Impulse erwarten die Druckunternehmen vor allem durch Aufträge aus der Werbebranche dank der Fußball-EM und der olympischen Sommerspiele. Zugleich verunsichert allerdings die Euro-Schuldenkrise manche Kunden. Aufträge würden teilweise zurückgehalten, sagte Schwarz.
Der Arbeitsplatzabbau in der Druckindustrie, die unter dem Boom der elektronischen Medien leidet, setzte sich auch 2011 fort. Die Zahl der Mitarbeiter sank um 2,7 Prozent auf 154.524 Beschäftigte - im Jahr 2000 waren es noch mehr als 222.000. Auch das Firmensterben ging weiter. Die Zahl der Betriebe verringerte sich um 3 Prozent auf 9.746 Unternehmen./mar/DP/stb
Quelle: dpa