boerse.de - Europas erstes Finanzportal
Dax8.243,500,16%Dow Jones15.318,230,00%EUR-USD1,34000,15%
MDax14.135,000,00%Nasdaq2.996,090,84%Rohöl (WTI)98,64-0,03%
TecDax958,75-0,03%EuroStoxx2.700,900,00%Gold1.368,000,00%

14:49 08.08.12

ROUNDUP 2: Regierung will Ausbau von Offshore-Windparks beschleunigen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will den Ausbau der Windkraftanlagen auf See trotz aller Rückschläge beschleunigen. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) erörterte am Mittwoch mit Vertretern der norddeutschen Küstenländer und der Netzbetreiber die Probleme bei der Netzanbindung und die geplante Haftungsregelung. Sie sieht vor, dass die Verbraucher die Kosten für Verzögerungen beim Netzanschluss von Windkraftanlagen künftig über den Strompreis mittragen sollen.

Bei Verbraucherschützern stößt dies auf Kritik. Sie warnen angesichts steigender Strompreise bereits vor einem weiterem Ausbau von Offshore-Windparks. Auch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) schließt nicht aus, dass die Strompreise insgesamt weiter steigen. "Aber alle wussten beim Ausstieg aus der Kernenergie, dass die Energiewende nicht zum Nulltarif zu haben ist", sagte der CDU-Politiker im ZDF-Morgenmagazin.

Der Ausbau der Offshore-Windenergie ist ein wichtiger Pfeiler der Energiewende. Bis 2030 sollen 15 Prozent des Strombedarfs über Windräder in Nord- und Ostsee gedeckt werden. Der Ausbau kommt jedoch kaum in Schwung, als eines der größten Probleme gilt die mangelhafte Anbindung der Anlagen an das Festlands-Stromnetz. Die Stromerzeuger verlangen dringend Klarheit darüber, wer dafür haftet, wenn die Anlagen stehen, aber nicht ans Netz gehen können.

Rösler und Umweltminister Peter Altmaier (CDU) haben dazu Anfang Juli einen Vorschlag vorgelegt. Sie plädieren dafür, dass die Verbraucher Schadenersatzkosten in solchen Fällen über den Strompreis mitzahlen sollen, sofern die Netzbetreiber den Ausbau nicht fahrlässig verzögert haben. Da es um Millionensummen geht, könnte eine solche Haftungsregelung den Strompreis weiter ansteigen lassen.

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller lehnte die Pläne strikt ab. Die Probleme lägen vor allem beim Netzbetreiber Tennet, sagte der Grünen-Politiker im Südwestrundfunk. Dort müssten sie auch gelöst werden. Das sei wichtiger, "als sich schon wieder damit zu befassen, wie können wir zusätzliche Kosten auf die Verbraucherinnen und Verbraucher abwälzen".

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen warnt vor dem Ausbau von Offshore-Windparks, weil die technischen Risiken und damit die Risiken für die Verbraucher zu groß seien. Schon jetzt sei absehbar, dass die Umlage für die Erneuerbaren Energien um weitere 1,5 Cent pro Kilowattstunde ansteigen müsse, sollten die Pläne der Bundesregierung verwirklicht werden, sagte Energieexperte Holger Krawinkel im rbb-Inforadio. Dafür gebe es im Moment keine Akzeptanz.

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle kritisierte die Subventionen für Ökoenergie als größten Kostentreiber der Energiewende und verlangte eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes: "Das EEG kann so nicht bleiben. Bei seiner Reform darf es keine Denkverbote geben", sagte er dem "Handelsblatt".

Der Bund für Umwelt und Naturschutz warnte die Bundesregierung davor, die Energiewende zu zerreden und das Vertrauen der Investoren zu untergraben. "Nur wenn der Energieverbrauch entscheidend sinkt, wird dieses Land den Umstieg auf erneuerbare Energien schnell und kostengünstig schaffen", sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Hubert Weiger, in Berlin.

Gemeinsam mit dem Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) und der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) legte der BUND ein Sofortprogramm für die nächsten Monate vor. Um die Verbraucher zum Sparen zu bewegen, schlagen die Verbände unter anderem "Abwrackprämien" für Stromfresser wie veraltete Kühlschränke vor./wn/DP/wiz



Quelle: dpa

Konjunktur-Meldungen

RATING: Fitch gibt Schweiz weiter die Bestnote

LONDON (dpa-AFX) - Die Ratingagentur Fitch bewertet die Kreditwürdigkeit der Schweiz weiter mit der Bestnote. Das Rating liege damit weiter bei "AAA", teilte Fitch am Dienstag in London... weiterlesen
18.06.13 EU-Spitze lobt G8-Beschlüsse zum Kampf gegen Steuersünder
18.06.13 GESAMT-ROUNDUP: Russland steht beim G8-Gipfel schützend vor Syriens Machthaber
18.06.13 ROUNDUP: Forscher raten Politikern zu weiteren Arbeitsmarktreformen
18.06.13 ROUNDUP: EU-Regierungen und EU-Parlament streiten um EU-Finanzen
18.06.13 Verhandlungen um EU-Finanzen begannen
18.06.13 ROUNDUP 3: Bund und Länder streiten über Finanzierung von Fluthilfe-Fonds
18.06.13 ROUNDUP: G8 wollen Leben für Steuerflüchtlinge schwerer machen
18.06.13 ROUNDUP: Club der Reichen profitiert von Kursrally an Börsen
18.06.13 Huber skeptisch bei Extra-Boni für IG-Metall-Mitglieder
18.06.13 Forscher raten Politiker zu weiterer Arbeitsmarktreform
18.06.13 ROUNDUP/ Rösler: Energie muss bezahlbar bleiben
18.06.13 GESAMT-ROUNDUP: Entspannung in Solarbranche - EU und China reden wieder
18.06.13 dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 18.06.2013 - 17.00 Uhr
18.06.13 USA begrüßen G8-Erklärung zu Syrien
18.06.13 G8 macht sich für rasche Syrien-Konferenz stark
18.06.13 Merkel: G8 erhöhen Syrien-Hilfe um eine Milliarde Dollar
18.06.13 Club der Reichen profitiert von Kursrally an Börsen
18.06.13 GESAMT-ROUNDUP: Deutsche Konjunktur rappelt sich nur langsam auf
18.06.13 ROUNDUP 2: G8 will Übergangsregierung für Syrien - Viele Fragen aber offen
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 782