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16:34 09.08.12

Samaras feuert Chef griechischer Nickel-Fabriken

ATHEN (dpa-AFX) - Der Chef einer der größten Nickelfabriken Europas, der griechischen Larco, ist am Donnerstag entlassen worden. Dies beschlossen der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras und sein Finanzminister Ioannis Stournaras. "Larco-Chef Anastasios Barakos wurde entlassen", teilte das Finanzministerium mit. Grund: Er hatte sich geweigert, die Löhne der Arbeitnehmer seines vom Staat kontrollierten Betriebes dem Lohn der anderen Staatsbediensteten anzupassen. Ein entsprechendes Gesetz hatte das griechische Parlament bereits im März dieses Jahres gebilligt, teilte das Finanzministerium am Donnerstag weiter mit. Auch andere Chefs staatlich kontrollierter Unternehmen sollen bald entlassen werden, wenn sie das Gesetz ignorierten, sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag.

Larco produziert jährlich rund 20.000 Tonnen Nickel und gilt damit als einer der weltweit größten Nickel-Produzenten. Die Firma steht ganz oben auf der Liste der Unternehmen, die der griechische Staat demnächst privatisieren will. Die Tatsache, dass die Löhne der Angestellten zahlreicher vom Staat kontrollierten Unternehmen in vielen Fällen dreimal höher sind als die der Staatsbediensteten, hatten bereits mehrfach die Geldgeber-Kontrolleure kritisiert. Es sei einer der Gründe, weswegen die Troika aus Kontrolleuren der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) immer wieder kritisierten, dass Athen mit der Umsetzung der Auflagen im Rückstand ist.

Auch Regierungschef Samaras hatte in den vergangenen Wochen wiederholt diesen Zustand kritisiert. Es sei "unglaublich", dass die Vorstände dieser Firmen das Gesetz einfach ignorierten, sagte Samaras immer wieder. Wie das Finanzministerium weiter mitteilte, sollen die Gehälter der Angestellten aller staatlich kontrollierter Unternehmen an das Niveau der anderen Staatsbediensteten angepasst werden, und dies rückwirkend zum Jahresbeginn./tt/DP/jsl



Quelle: dpa

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