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Aktien Asien: Verluste vor Briten-Referendum und Zinsentscheid in Japan

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (dpa-AFX) - Die meisten Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag weiter nachgegeben. In erster Linie belaste die Unsicherheit über den Ausgang der kurz bevorstehenden Volksabstimmung in Großbritannien, da sich Gegner und Befürworter die Waage hielten, hieß es an den Börsen. Am 23. Juni entscheiden die Briten, ob sie weiter in der EU bleiben wollen oder nicht (Brexit). In Japan rückt zudem die Leitzinsentscheidung der dortigen Notenbank am Donnerstag zunehmend in den Fokus der Investoren. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific büßte zuletzt 0,55 Prozent auf 152,70 Punkte ein.

In Tokio gab der Nikkei 225 den vierten Tag in Folge nach und schloss mit minus 1,00 Prozent bei 15 859,00 Punkten auf dem tiefsten Stand seit zwei Monaten. Der Yen, von Investoren als sicherer Hafen eingestuft, legte im Vergleich zum US-Dollar weiter zu und nähert sich seinem höchsten Niveau aus dem Oktober 2014 an.

Unter den Einzelwerten gaben die Aktien des Kamera- und Mikroskopherstellers Olympus besonders kräftig nach mit minus 3,70 Prozent. Auch die Papiere weiterer exportorientierter Unternehmen litten unter dem starken Yen. Mitsubishi Motors etwa büßten 2,65 Prozent ein. Sony hingegen legten um 0,38 Prozent zu, nachdem der Playstation-Hersteller Markteinführungszeitpunkte für seine Brille Playstation VR nannte sowie für exklusive Playstation-4-Spiele.

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, wo neben chinesischen auch ausländische Marktteilnehmer handeln dürfen, sank der Hang-Seng-Index zuletzt um 0,67 Prozent auf 20 375,50 Punkte. Der Index Hang Seng China Enterprises (HSCEI) setzte seine Talfahrt ebenfalls mit verringertem Tempo fort. Er verlor 0,69 Prozent und wurde dabei von den Papieren des Ölfelddienstleisters China Oilfield Services angeführt, die 4,40 Prozent einbüßten. Petrochina gaben um 2,22 Prozent nach. Ölwerte litten unter weiter sinkenden Preisen für das Schwarze Gold. Händler sprachen vor dem Hintergrund eines möglichen Brexits von einer nervösen Stimmung am Ölmarkt.

Auf dem chinesischen Festland dagegen legte der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 größten Aktienwerte in Shenzhen und Shanghai abbildet, um 0,31 Prozent auf 3075,98 Punkte zu. Der chinesische Yuan fiel in Richtung seines Tiefstandes im Januar. Damals war er auf ein Fünfjahrestief gerutscht und hatte damit Sorgen über den Zustand der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft ausgelöst sowie einen Ausverkauf bei Aktien und Rohstoffen herbeigeführt.

Der indische Sensex-Index gab im späten Handel um 0,12 Prozent auf 26 366,14 Zähler nach. In Australien, wo tags zuvor die Börsen feiertagsbedingt geschlossen geblieben waren, beendete der ASX 200 nun den Tag tiefrot mit minus 2,06 Prozent auf 5203,26 Punkte./ck/fbr



Quelle: dpa


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