Börse Frankfurt Schluss: Abschläge, Deutsche Bank unter Druck
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte notierten im Freitaghandel in der Verlustzone. Nach der zuletzt positiven Entwicklung nahmen die Anleger vor dem Wochenende Gewinne mit. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) verlor zuletzt 1,90 Prozent auf 6.630,02 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gab um 0,87 Prozent nach auf 10.807,07 Punkte. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es derweil um 0,97 Prozent nach unten auf 4.936,66 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) um 0,88 Prozent auf 768,55 Punkte zurückfiel. Der Bund Future gewann zuletzt 0,42 Prozent auf 145,76 Zähler, während der Euro um 0,78 Prozent auf 1,2179 Dollar nachgab.
In den USA notieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,86 Prozent im Minus. Am kommen Montag steht in den USA die Veröffentlichung des Chicago Fed National Activity Index für Juni auf der Agenda.
Wie aus dem heute vorgelegten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums (BMF) hervorgeht, ist das deutsche Steueraufkommen im Juni angewachsen. So lagen die Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) mit 57,17 Mrd. Euro um 7,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Einzelnen kletterten die Steuereinnahmen des Bundes um 8,9 Prozent auf 28,01 Mrd. Euro, während die Steuern für die Länder um 7,4 Prozent auf 24,24 Mrd. Euro zunahmen. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind indes im Juni nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit abgebremstem Tempo angestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 1,6 Prozent. Im Mai hatte die Jahresveränderungsrate bei 2,1 Prozent und im Juni 2011 sogar bei 5,6 Prozent gelegen. Binnen Monatsfrist schrumpfte der Preisindex um 0,4 Prozent.
Im DAX waren heute fast nur Verlierer zu finden. Fresenius lagen mit einem Gewinn von 0,5 Prozent als einziger Wert im Plus. Einem Medienbericht zufolge will die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) den Konzernumbau weiter forcieren und plant in diesem Zusammenhang eine stärkere Integration der Tochter Sal. Oppenheim. Mit dem Umbau will die Bank die schwächelnde Vermögensverwaltung aufpäppeln. Für die Aktie ging es um 4,5 Prozent nach unten. Deutsche Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) gaben 1,9 Prozent nach. Presseberichten zufolge erwartet der Brief- und Logistikkonzern wegen der Neckermann-Pleite negative Ergebniseffekte. Am Indexende verschlechterten sich RWE nach einem negativen Analystenkommentar um fast 6 Prozent.
EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) verteuerten sich heute als Spitzenreiter im MDAX um 4,1 Prozent. Dabei profitiert die Aktie von einem positiven Analystenkommentar. Zudem hat der Konzern bereits gestern gemeldet, dass Astrium einen Vertrag über die Lieferung von Telekommunikationsprodukten für den Satelliten Jabiru-1 von NewSat geschlossen hat, den Lockheed Martin (ISIN US5398301094/ WKN 894648) als Hauptauftragnehmer baut. Zu den Verlierern zählte heute Südzucker mit einem Abschlag von 2,3 Prozent. Allerdings wurde der Titel ex Dividende gehandelt. Auf den letzten Plätzen gaben Sky Deutschland 4,2 Prozent und ProSiebenSat.1 Media 4,7 Prozent ab.
zooplus (ISIN DE0005111702/ WKN 511170) meldete sich unterdessen heute mit Zahlen zu Wort. Der Tierbedarfshändler konnte die Gesamtleistung im zweiten Quartal sowie im ersten Halbjahr 2012 deutlich steigern. Der Konzern sieht sich weiterhin auf gutem Kurs, das zum Jahresanfang definierte Ziel von einer Gesamtleistung über 320 Mio. Euro zu erreichen. Die Aktie verschlechterte sich um 1,5 Prozent. IVG Immobilien (ISIN DE0006205701/ WKN 620570) hat derweil die Börsenzulassung für einen deutschen Real-Estate-Investment-Trust (REIT) beantragt. Dabei ist die Notierungsaufnahme im regulierten Markt an der Börse München für den 24.07.2012 vorgesehen. Der Titel legte um 7,4 Prozent zu.