Börse Frankfurt am Mittag: DAX im Plus, K+S gefragt
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standard- und Technologiewerte liegen am Mittag nach einem zwischenzeitlichen Rücksetzer leicht im Plus. Im Vorfeld des EU-Gipfels üben sich die Marktteilnehmer in Zurückhaltung. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gewinnt aktuell 0,31 Prozent auf 6.155,79 Punkte, während der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) 0,53 Prozent auf 9.910,44 Punkte verliert. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) notiert 0,30 Prozent höher bei 4.713,53 Stellen. Daneben gewinnt der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) 0,64 Prozent auf 723,52 Punkte. Der Bund-Future verlor zuletzt 0,19 Prozent auf 141,26 Punkte, während sich der Euro um 0,03 Prozent auf 1,2494 US-Dollar verteuert.
An den US-Börsen ist ein durchwachsener Handelsauftakt zu erwarten. Der Dow Jones Future verliert aktuell 0,05 Prozent, während der NASDAQ Future 0,03 Prozent im Plus liegt. Der S&P 500-Future verzeichnet einen Aufschlag von 0,08 Prozent.
Die Zahl der offenen Stellen in deutschen Unternehmen ist im Juni 2012 gesunken. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) - ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland - ist um 6 Punkte auf 165 Punkte geschrumpft. Angesichts der Eintrübung der Konjunkturprognosen zeigen sich die Unternehmen offensichtlich vorsichtiger, was weitere Neueinstellungen angeht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die deutschen Außenhandelspreise im Mai 2012 mit abgebremstem Tempo gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 2,2 Prozent, nach einem Plus von 2,3 Prozent im Vormonat und 8,1 Prozent im Mai 2011.
Am Mittag wird der DAX weiterhin von der K+S-Aktie (ISIN DE000KSAG888/ WKN KSAG88) mit +4,0 Prozent angeführt. An dritter Stelle folgen Titel von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) mit einem Kursgewinn von 1,4 Prozent. Der Energieversorger fährt sein bis vor kurzem noch heftig kritisiertes Solargeschäft in Deutschland weiter hoch und will einem Medienbericht zufolge Solarpanels in großem Stil auf den Flachdächern von Möbelhäusern, Lebensmittelhändlern oder Speditionen installieren. Aktien der Commerzbank (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) legen 0,9 Prozent zu. Der Vorstand der Commerzbank hat beschlossen, die Geschäftsfelder Gewerbliche Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung vollständig abzubauen. Hierfür sollen die beiden Bereiche vollständig in das neue Abbausegment Non Core Assets (NCA) übertragen werden. Ferner ziehen adidas-Aktien (ISIN DE000A1EWWW0/ WKN A1EWWW) 0,4 Prozent an. Der Sportartikelhersteller hat gestern eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 500 Mio. Euro unterzeichnet. Die neue Fazilität gewährleistet die finanzielle Flexibilität des Konzerns und stellt eine langfristige und kosteneffektive Finanzierung sicher, hieß es. Infineon Technologies (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) verlieren an letzter Stelle 3,0 Prozent. Der Technologiekonzern hatte die Anleger gestern mit einer Gewinnwarnung schockiert. Heute meldete das Unternehmen, dass es die Sicherheits-Chips für den neuen elektronischen Personalausweis im Kreditkartenformat in Malaysia liefert.
Im MDAX stehen derzeit Südzucker mit +3,4 Prozent an erster Stelle. Dahinter folgen Kabel Deutschland mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent. Die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030009/ WKN 703000) verliert dagegen 0,6 Prozent. Die Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall haben einem Medienbericht zufolge bei ihrem Gemeinschaftsprojekt, dem Schützenpanzer Puma, mit technischen und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Als schwächster Wert verlieren Salzgitter (ISIN DE0006202005/ WKN 620200) 7,0 Prozent. Ferner geben LANXESS (ISIN DE0005470405/ WKN 547040) 6,1 Prozent ab.
Im SDAX liegen GfK (ISIN DE0005875306/ WKN 587530) mit einem Zugewinn von 3,1 Prozent an erster Stelle. Die Aktien von Heidelberger Druckmaschinen (ISIN DE0007314007/ WKN 731400) ziehen nach der Meldung eines Auftragseingangs 0,9 Prozent an. Auf der Gegenseite stürzen MLP-Aktien (ISIN DE0006569908/ WKN 656990) mit -9,2 Prozent ab.
Im TecDAX liegen derzeit Anteile der Software AG mit +2,0 Prozent an erster Stelle. Dahinter folgen Titel von Singulus Technologies (+2,0 Prozent) sowie QSC mit +1,9 Prozent. Gigaset (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) ziehen nach der Meldung einer Personalie ebenfalls 1,8 Prozent an. Auf den letzten Rängen verlieren SÜSS Microtec 2,8 Prozent und Dialog Semiconductor 2,3 Prozent.