Tokio (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte tendierten am Mittwoch nach etwas schwächeren Vorgaben von der Wall Street uneinheitlich. Die Stimmung der Investoren wurde dabei durch einen etwas schwächer ausgefallenen chinesischen Einkaufsmanagerindex getrübt. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, legt zur Stunde um 0,24 Prozent auf 338,68 Punkte zu.
Die südkoreanischen Verbraucherpreise sind im Juli nach Angaben der nationalen Statistikbehörde mit abgebremstem Tempo angezogen. Auf Jahressicht kletterten die Lebenshaltungskosten um 1,5 Prozent. Hierbei handelt es sich um den schwächsten Anstieg seit Mai 2000. Im Vormonat war noch eine Preissteigerung von 2,2 Prozent gemeldet worden. Im Vormonatsvergleich verringerten sich die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent, nach einem Minus von 0,1 Prozent im Juni. In der Kernrate, d.h. bereinigt um die volatilen Nahrungsmittel- und Ölpreise, legten die Verbraucherpreise um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, nach 1,5 Prozent im Juni.
In Indonesien hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Juli indes nach Angaben der nationalen Statistikbehörde beschleunigt. So erhöhten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,56 Prozent. Davor hatte die Inflationsrate im Juni lediglich bei 4,53 Prozent gestanden. Im Vormonatsvergleich sind die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent angestiegen.
In Japan dominierte heute die Farbe rot. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) notierte im gesamten Handelsverlauf in der Verlustzone. Dabei konnte der Index gegen Handelsende seine Abschläge noch etwas verkleinern und schloss mit einem Minus von 0,61 Prozent auf 8.641,85 Stellen. Größer fielen die Verluste indes beim breiter gefassten Topix aus, der um 0,89 Prozent auf 729,78 Zähler nachgab. Im Blickfeld der Investoren standen dabei auch heute diverse Zahlenausweise. Toshiba (ISIN JP3592200004/ WKN 853676) verbesserten sich um 0,8 Prozent, nachdem der zweitgrößte Elektronikkonzern und Chip-Hersteller in Japan bereits gestern die Geschäftszahlen für das erste Quartal bekannt gab und dabei einen Verlust ausweisen musste. Der Umsatz ging ebenfalls zurück. Unter anderem hatte man unter den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie der anhaltenden Stärke des Japanischen Yen zu leiden gehabt. Daneben wurde das Ergebnis durch Restrukturierungsmaßnahmen belastet. Im Anschluss wurde die Jahresprognose bestätigt. Daneben ging es für die Papiere des Maschinenbaukonzerns Mitsubishi Heavy Industries (ISIN JP3900000005/ WKN 853314) um 0,9 Prozent nach oben. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, lag der Umsatz ebenfalls über dem Vorjahreswert. Dabei konnte man im Berichtszeitraum von einem positiven Einmaleffekt aus der Veräußerung einer Beteiligung profitieren.
An den chinesischen Aktienmärkten dominierte heute die Farbe grün, obwohl der chinesische Einkaufsmanagerindex leicht gesunken ist. Indes hoffen die Investoren aber auf Maßnahmen der chinesischen Notenbank zur Ankurbelung der Wirtschaft. Der Shanghai Composite stieg um 0,94 Prozent auf 2.123,36 Punkte. In Hongkong rettete derweil der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) ein Plus von 0,12 Prozent auf 19.820,38 Zähler über die Ziellinie. Keine einheitliche Tendenz war dabei bei Rohstoffwerten auszumachen. Während sich beispielsweise CNOOC um 1,4 Prozent verschlechterten, ging es gleichzeitig für PetroChina um 1,3 Prozent nach oben. Die Papiere des Mischkonzerns Hutchinson gaben um 0,6 Prozent nach, während Lenovo um 6,9 Prozent zulegen konnten. Der Konzern geht eine strategische Partnerschaft mit dem US-Technologiekonzern EMC ein.
In Indien notiert der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) zur Stunde mit 0,02 Prozent im Plus bei 17.239,06 Zählern. Die Gewinnerliste im SENSEX wird dabei von den Titeln von Cipla mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent angeführt, während die rote Laterne mit einem Minus von 2,7 Prozent von Coal India getragen wird.