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10:49 27.04.12

Börsen in Europa am Morgen: Uneinheitlich, Sanofi nach Zahlen gesucht

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendieren im frühen Freitaghandel uneinheitlich. Dabei belastet vor allem die Abstufung der Bonität Spaniens. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert derzeit 0,36 Prozent auf 2.314,22 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) steigt indes um 0,06 Prozent auf 2.411,57 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren mehrheitlich im Plus.

Die Ratingagentur Standard & Poor?s (S&P) hat die Bonität des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds Spanien deutlich herabgestuft. Wie die US-Agentur am späten Donnerstagabend bekannt gab, wurde das Kreditrating Spaniens gleich um zwei Stufen von zuletzt "A" auf "BBB+" heruntergestuft. In der Begründung verwies S&P auf die nach wie vor hohe Staatsverschuldung des Landes und die zu erwartende Abschwächung des Wirtschaftswachstums, was sich zusätzlich negativ auf die Haushaltssituation Spaniens auswirken dürfte. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Spanien erneut Hilfen für den Bankensektor des Landes bereitstellen müsse, so die Ratingagentur. Der Ausblick für Spanien wurde von S&P außerdem mit "negativ" angegeben, was eine weitere Abstufung der Bonität Spaniens wahrscheinlich macht.

Derweil hat sich der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise im April 2012 mit beschleunigtem Tempo fortgesetzt. Dies teilte die nationale Statistikbehörde INE in Madrid auf Basis vorläufiger Berechnungen mit. So erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 2,0 Prozent, nachdem sie im März lediglich bei 1,9 Prozent gestanden hatte. Der für europäische Vergleichszwecke harmonisierte Verbraucherpreis-Index (HVPI) wies eine Jahresteuerung von 2,0 Prozent aus, nach zuvor 1,8 Prozent. Damit lag er nahe der Zielmarke der EZB von unter aber nahe 2,0 Prozent.

Der private Konsum in Frankreich hat sich im März 2012 nach Angaben der Statistikbehörde INSEE verringert. Im Vormonatsvergleich gingen die Verbraucherausgaben um 2,9 Prozent zurück. Für Februar war ein Zuwachs um revidiert 2,9 Prozent ausgewiesen worden. Gegenüber dem Vorjahresmonat reduzierte sich der private Verbrauch um 2,0 Prozent. Sanofi (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) verbessern sich um 2,5 Prozent. Der Pharmakonzern verlautbarte, dass sein Gewinn im ersten Quartal deutlich gestiegen ist, was mit der Übernahme des amerikanischen Biotech-Unternehmens Genzyme und gestiegenen Umsätzen beim Diabetes-Medikament Lantus zusammenhängt. Die Erwartungen des Marktes wurden allerdings übertroffen. Für 2012 geht Sanofi weiterhin davon aus, dass der Gewinn pro Aktie (Business EPS) auf Basis konstanter Währungen gegenüber dem Vorjahr um 12 bis 15 Prozent sinken wird. Hintergrund ist das Auslaufen der Patente bei den Medikamenten Plavix und Avapro. An der Indexspitze legen Vinci um 4,2 Prozent zu, während die rote Laterne von Total mit einem Abschlag von 1,9 Prozent getragen wird.

Im britischen Leitindex FTSE 100 finden sich die Anteilsscheine von MAN Group mit einem Zugewinn von 2,4 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren wieder. Gleichzeitig trennen sich die Anleger bevorzugt von den Papieren von Lloyds Banking, die am Indexende um 1,1 Prozent nachgeben.

In Österreich verteuern sich STRABAG (ISIN AT000000STR1/ WKN A0M23V) um 0,2 Prozent. Der Baukonzern konnte im ersten Quartal mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Beim Umsatz wurde ebenfalls ein Zuwachs erzielt. Basierend auf dem nach Regionen und Segmenten gut ausbalancierten Geschäft rechnet der Konzern für das laufende Fiskaljahr mit einer gleich bleibenden Leistung von 14,3 Mrd. Euro. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bezeichnete STRABAG die konzerneigene Prognose von über 300 Mio. Euro beim EBIT als "mehr als ehrgeizig".

Yara International (ISIN NO0010208051/ WKN A0BL7F) verschlechtern sich nach Zahlen zum ersten Quartal um 1,5 Prozent. Umsatz und Gewinn konnten im Berichtszeitraum gesteigert werden. Unter anderem hat man im ersten Quartal von einem höheren Düngemittelabsatz in Europa profitieren können. Auch die Margen hatten sich nach Konzernangaben dank höherer Absatzpreise in einigen Produktsegmenten weiterhin positiv entwickelt.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.314,22 (-0,36 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.411,57 (+0,06 Prozent) FTSE 100 (London): 5.756,78 (+0,14 Prozent) CAC40 (Paris): 3.233,01 (+0,11 Prozent) MIB (Mailand): 14.530,52 (+0,14 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.039,00 (+0,17 Prozent) SMI (Zürich): 6.117,38 (-0,08 Prozent) ATX (Wien): 2.091,87 (-0,15 Prozent) (27.04.2012/ac/n/m)


Quelle: ac

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