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10:39 21.08.12

Börsen in Europa am Morgen: Zugewinne, Glencore im Minus

Paris (www.aktiencheck.de) - An den wichtigsten europäischen Aktienbörsen dominiert im frühen Dienstaghandel die Farbe grün. Die Kauflaune der Investoren wird dabei auch durch einen erstarkten Euro angeheizt. Ferner hoffen die Anleger darauf, dass die europäische Zentralbank durch die Käufe von Staatsanleihen die Euro-Schuldenproblematik eindämmen könnte. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewinnt derzeit 0,85 Prozent auf 2.487,31 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) legt um 0,46 Prozent zu auf 2.578,86 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen Aufschläge aus.

Glencore International (ISIN JE00B4T3BW64/ WKN A1JAGV) geben um 0,5 Prozent nach. Der Rohstoffhändler musste aufgrund sinkender Rohstoffpreise im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Umsatz wurde allerdings prozentual zweistellig gesteigert. Spitzenreiter im FTSE 100 sind zur Stunde Evraz mit einem Aufschlag von 3,1 Prozent. Den letzten Platz nehmen indes Ashmore mit einem Abschlag von 1,3 Prozent ein. Persimmon (ISIN GB0006825383/ WKN 882058), einer der größten Baukonzerne für Eigenheime in Großbritannien steigerte unterdessen den Gewinn im ersten Halbjahr deutlich, was auf den Erfolg der zu Jahresbeginn angekündigten neuen Strategie zurückzuführen ist. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu. Der Titel verbilligt sich trotzdem im breiten Markt um 2,3 Prozent.

In der Schweiz geht es im breiten Markt für die Aktie von Lindt & Sprüngli (ISIN CH0010570767/ WKN 870503) um 0,1 Prozent nach unten. Der Schokoladenspezialist konnte das erste Halbjahr mit einer Umsatz- und Gewinnsteigerung abschließen. Der Umsatz lag dabei über der Marke von 1 Mrd. Schweizer Franken (CHF) und wurde organisch um 5,3 Prozent verbessert. Dabei konnten nach Unternehmensangaben erneut Marktanteile gewonnen werden. Weiteren Angaben zufolge hält Lindt & Sprüngli an den mittel- bis langfristigen Umsatz- und Gewinnzielen fest und rechnet für das Gesamtjahr 2012 mit einem organischen Wachstum in Lokalwährungen von 6 bis 8 Prozent und einer Erhöhung der Betriebsgewinnmarge um 20 bis 40 Basispunkte. Im SMI stehen unterdessen Banktitel hoch im Kurs. So verteuern sich Julius Baer und Credit Suisse auf den Plätzen eins und zwei der Gewinnerliste um 2,5 bzw. 2,2 Prozent. Daneben legen UBS um 1 Prozent zu.

Zahlen gibt es heute auch aus Österreich. Der Baumaterialhersteller Wienerberger (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) verlautbarte, dass seine Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2012 einerseits von einer langen Frostperiode im ersten Quartal und andererseits vor allem von den starken Turbulenzen der Eurozone geprägt war. So hat sich die Vertrauenskrise rund um die europäische Währung in den letzten Monaten durch die Verschuldungsproblematik einiger Länder sowie daraus resultierenden Diskussionen über weitere Sparprogramme verschärft und zu einer teils erheblichen Abschwächung im Wohnungsneubau sowie auch in der Sanierung in den europäischen Kernmärkten geführt. Erfreulich hingegen haben sich die Aktivitäten des Konzerns in den USA, Russland und Indien entwickelt. Ein moderater Anstieg der Baubeginne in den USA führte zu höherer Nachfrage und Absatzzuwächsen. In Nordamerika, Russland und Indien konnte Wienerberger in einem dynamischen Marktumfeld die Marktanteile erheblich steigern. Insgesamt wurde der Konzernumsatz moderat gesteigert. Nach Steuern musste man allerdings einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Der Titel verschlechtert sich um 3,4 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.487,31 (+0,85 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.578,86 (+0,46 Prozent) FTSE 100 (London): 5.858,23 (+0,58 Prozent) CAC40 (Paris): 3.509,01 (+0,82 Prozent) MIB (Mailand): 15.211,86 (+1,60 Prozent) SMI (Zürich): 6.527,07 (+0,32 Prozent) ATX (Wien): 2.089,02 (+0,35 Prozent) (21.08.2012/ac/n/m)


Quelle: ac

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