18:26 16.08.12 Ölpreise legen weiter zu - US-Baugenehmigungen und Sorgen wegen Iran helfen
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag im Schlepptau freundlicher Aktienmärkte weiter zugelegt. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober 114,56 US-Dollar und damit 25 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) mit Auslieferung im September stieg um 88 Cent auf 95,21 Dollar.
Experten nannten die überraschend deutlich gestiegenen US-Baugenehmigungen als Preistreiber. Diese hätten den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht, was ein Signal für eine erstarkende Konjunktur sei. Dazu gesellten sich Sorgen vor einem israelischen Militärschlag gegen den Iran und damit verbundene Lieferengpässe. Allerdings fielen andere US-Daten wie etwa die stärker als erwartet gesunkenen Baubeginne, die gestiegenen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und das weniger als erwartet aufgehellte Geschäftsklima in der Region Philadelphia (Philly-Fed-Index) enttäuschend aus.
Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg sah auch Angebotsausfälle in der Nordsee als Stütze für die steigenden Ölnotierungen. Fundamental sei die aktuelle Entwicklung angesichts des weiter bestehenden Überangebots aber nicht gerechtfertigt, merkte der Experte an.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte weiter zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 110,65 Dollar. Das sind 55 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./gl/jsl
Quelle: dpa
Hier geht's zur Rohstoff-Startseite