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17:42 19.07.12

Ölpreise setzen Aufwärtstrend fort - Hoffnung auf Stimulierungsmaßnahmen

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag ihren Aufwärtstrend mit deutlichen Kursgewinnen fortgesetzt. Aus dem Markt hieß es, die Sorgen über die Stabilität im Nahen Osten und Hoffnungen auf Stimulierungsmaßnahmen für die Wirtschaft nach schwachen US-Daten trieben die Notierungen an. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung 107,28 US-Dollar. Das waren 2,12 Dollar mehr als noch am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im August legte um 1,98 Dollar auf 91,85 Dollar zu.

Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA fielen überwiegend enttäuschend aus. Sowohl die Verkäufe bestehender Häuser als auch der Index der Frühindikatoren blieben hinter den Erwartungen zurück. Dies dürfte "Spekulationen auf weitere quantitative Maßnahmen seitens der US-Notenbank (Fed) am Leben erhalten", schrieb Devisenexperte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Der Philly-Fed-Index, der das Geschäftsklima in der Region Philadelphia misst, hatte sich dagegen weiter aufgehellt, wenngleich weniger stark als erwartet. Dennoch habe die erneut verbesserte Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe Hoffnungen geweckt, dass auch der nationale Einkaufsmanagerindex (ISM) nach dem Einbruch im Vormonat leicht zulegen und die Expansionsgrenze von 50 Punkten knapp überschreiten könnte, so Helaba-Analyst Wortberg.

Bereits vor den Datenveröffentlichungen hatte Commerzbank-Experte Eugen Weinberg auf die Anschläge auf syrische Regimevertreter sowie auf israelische Touristen in Bulgarien als Kurstreiber für die Ölpreise hingewiesen.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte erneut zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel am Mittwoch im Durchschnitt 101,73 Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./gl/hbr



Quelle: dpa

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