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12:19 21.08.12

Ölpreise steigen im Fahrwasser freundlicher Börsen auf Dreimonatshoch

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag ihre Verluste vom Wochenauftakt mehr als wettgemacht. Gegen Mittag lagen die Notierungen leicht im Plus, was Marktbeobachter vor allem auf die gute Stimmung an den internationalen Aktienmärkten zurückführten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Oktober-Lieferung kostete zuletzt 114,40 US-Dollar. Das waren 70 Cent mehr als am Montag. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate zur Lieferung im September verteuerte sich um 57 Cent auf 96,54 Dollar.

Derzeit kostet Rohöl soviel wie zuletzt vor rund drei Monaten. Als Ausschlaggebend für die seit Ende Juni im Trend steigenden Ölpreise gilt zum einen die seither zu beobachtende Aufwärtsbewegung an den Börsen. Die mithin größere Risikofreude lässt professionelle Anleger wieder vermehrt in riskantere Anlageformen wie Rohstoffe investieren. Darüber hinaus gelten die Spannungen im Nahen und Mittleren Osten, insbesondere in Syrien sowie zwischen Israel und dem Iran, als Grund für das hohe Preisniveau. Der im längeren Vergleich schwache Euro sorgt dafür, dass die Benzinpreise in Deutschland auf Rekordhöhe liegen.

Unterdessen verweist die Commerzbank auf fundamentale Faktoren, die den Ölpreisanstieg begrenzen. "Höheren Preisen stehen die verhaltene Nachfrage und das Überangebot entgegen", heißt es in einem Marktkommentar. Generell gilt der Ölmarkt unter Experten als nach wie vor gut versorgt, was sich unter anderem in vergleichsweise hohen Lagerbeständen widerspiegelt. Im größten Ölverbrauchsland USA liegen die Vorräte immer noch klar über ihrem langjährigen Durchschnitt.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist derweil gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 111,49 Dollar. Das sind sieben Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bgf/hbr



Quelle: dpa

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