Wall Street Update: Börsen auf dem Rückzug, AMD nach Zahlen unter Druck
New York (www.aktiencheck.de) - Nachdem sich die US-Leitindizes am Donnerstag mit Aufschlägen in den Feierabend verabschiedet hatten, geht es am letzten Handelstag der Woche angesichts erneuter Bedenken hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen im Euroraum mit den Kursen bergab. Auch größtenteils über den Erwartungen liegende Zahlen von Schwergewichten wie Microsoft, Google oder GE können die Kurse nicht beflügeln. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verliert aktuell 0,82 Prozent auf 12.837 Punkte. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) präsentiert sich mit einem Minus von 1,06 Prozent bei 2.934 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) derzeit einen Abschlag von 0,83 Prozent auf 1.365 Punkte zeigt.
Bereits gestern nach Börsenschluss veröffentlichten drei absolute Technologie-Schwergewichte ihre jüngsten Resultate. So hat der weltgrößte Software-Konzern Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) für das vierte Fiskalquartal 2011/12 aufgrund von Goodwill-Abschreibungen auf die aQuantive-Beteiligung einen Verlust ausweisen müssen. Auf bereinigter Basis wurde jedoch ein Gewinn erzielt, der über den Erwartungen lag. Der Umsatz stieg wiederum nicht so stark wie erwartet. Besonders der schwache PC-Markt belastete hier, während das Server-Geschäft und Business-Segment kräftig zulegen konnten. Aktien von Microsoft sind nach anfänglichen Gewinnen ins Minus gerutscht und verlieren im laufenden Handel 1,3 Prozent.
Daneben hat Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) die Zahlen für das zweite Quartal gemeldet. Dabei konnte der Internet-Konzern Umsatz und Gewinn steigern und die Gewinnerwartungen übertreffen. Der u.a. um die Übernahme von Motorola Mobility bereinigte Umsatz lag dagegen unter den Schätzungen. Google ziehen um 2,6 Prozent an. Zudem hat AMD (ISIN US0079031078/ WKN 863186) die Zahlen für das zweite Quartal publiziert. Dabei musste der weltweit zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Während der Umsatz die Erwartungen traf, enttäuschte der Gewinn. Zudem belastete der Ausblick. AMD büßen im laufenden Handel 12 Prozent ein.
Auch heute gab es mit Zahlen von General Electric (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144) ein weiteres Highlight. Der Mischkonzern meldete, dass sein Gewinn im zweiten Quartal gesunken ist, was mit negativen Währungseffekten und rückläufigen Umsätzen bei GE Capital zusammenhängt. Auf bereinigter Basis wurde jedoch angesichts einer starken Entwicklung der Industrial-Segmente ein Ergebnisanstieg verzeichnet. Die Erwartungen wurden dabei geschlagen. Zudem wurde die Aufspaltung des Energiegeschäfts in die drei eigenständigen Gesellschaften GE Power and Water, GE Oil and Gas und GE Energy Management angekündigt. Papiere von GE gewinnen momentan 1,4 Prozent hinzu.
Die IDEXX Laboratories Inc. (ISIN US45168D1046/ WKN 888210), ein Hersteller von Produkten für die Bereiche Tiermedizin, Lebensmittel und Wassertest, konnte im ersten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Während die Gewinnerwartungen übertroffen werden konnten, blieb der Umsatz hinter den Prognosen zurück. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr leicht nach unten angepasst. Die Aktie von IDEXX verliert daraufhin 3,4 Prozent.
Darüber hinaus erklärte der Hardware-Hersteller Xerox (ISIN US9841211033/ WKN 853906), einer der weltgrößten Druckerhersteller, dass sein Gewinn im zweiten Quartal leicht zurückgegangen ist, was u.a. auf gesunkene Margen zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch erfüllt. Indes wurde die Jahresplanung gesenkt. Anteilsscheine von Xerox verlieren vor diesem Hintergrund 3,5 Prozent.
Titel von SunTrust Banks (ISIN US8679141031/ WKN 871788) tendieren zurzeit 2,4 Prozent leichter. Die Bankgesellschaft verkündete, dass sie im zweiten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaftet hat, was vor allem mit niedrigeren Rückstellungen für Kreditausfälle zusammenhängt.
Der in Irland ansässige Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand (ISIN IE00B6330302/ WKN A0NEQZ) konnte im zweiten Quartal 2012 dank einer guten Nachfrage nach Industriemaschinen mit einem Ergebnisplus aufwarten. Die Analystenprognosen wurden dabei geschlagen. Ingersoll-Rand verbilligen sich um 2,8 Prozent.
Schließlich legten zwei Ölfeld-Servicedienstleister ihre jüngsten Zahlenwerke vor. So gab der weltgrößte Ölfeld-Servicedienstleister Schlumberger (ISIN AN8068571086/ WKN 853390) bekannt, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal erhöht hat, was mit stärkeren Tiefsee-Bohraktivitäten und einer globalen Exploration zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Auch Baker Hughes (ISIN US0572241075/ WKN 872933) erzielte im zweiten Quartal einen höheren Gewinn und übertraf damit die Marktschätzungen. Das Unternehmen zeigte sich mit der Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Quartal zufrieden und verwies vor allem auf die starke Entwicklung im internationalen Geschäft. Während Schlumberger um 0,8 Prozent vorrücken, schießen Baker Hughes um 9,5 Prozent in die Höhe. (20.07.2012/ac/n/m)