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19:28 22.02.12

Wall Street Update: Schwacher Mittagshandel, Dell unter Druck

New York (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten Indizes an der Wall Street zeigen sich am Mittwochmittag New Yorker Zeit etwas schwächer. Die Märkte haben vor allem unter negativen Vorgaben aus Europa zu leiden, wo das Hilfspaket für Griechenland für Gesprächsstoff sorgt. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verliert 0,1 Prozent auf 12.954 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) 0,14 Prozent auf 2.937 Zähler abgibt. Für den S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) geht es um 0,2 Prozent nach unten auf 1.359 Punkte.

Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 17. Februar 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 4,5 Prozent. In der Vorwoche war nur ein Minus von 1,0 Prozent ermittelt worden. Im Einzelnen fiel der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite gegenüber der Vorwoche um 4,8 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 2,9 Prozent nachgab. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 4,09 Prozent, was einer Zunahme um 0,01 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche entspricht. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Häuser ist im Januar 2012 gestiegen. So erhöhte sich die Zahl gegenüber dem Vormonat um 4,3 Prozent auf 4,57 Millionen. Volkswirte hatten mit einer Zahl von 4,63 Millionen gerechnet, nachdem sich die Verkaufszahl im Dezember auf revidiert 4,38 (vorläufig: 4,61) Millionen belaufen hatte. Verglichen mit dem Vorjahresmonat mit 4,54 Millionen Einheiten wurde bei der Verkaufszahl bestehender Häuser ein Plus von 0,7 Prozent ermittelt.

Bereits gestern nach Börsenschluss veröffentlichte der PC-Hersteller Dell (ISIN US24702R1014/ WKN 121092) seine Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2011/12. Dabei wurden auf Gewinnebene die Erwartungen verfehlt, während der Umsatz etwas besser ausfiel als von Analysten prognostiziert. Die Aktie des Unternehmens muss vor diesem Hintergrund rund 5,8 Prozent angeben.

Heute meldeten vorbörslich bereits einige Unternehmen ihre Quartalszahlen, darunter viele Einzelhändler. So gab die Bekleidungskette TJX (ISIN US8725401090/ WKN 854854) bekannt, dass ihr Gewinn im vierten Quartal deutlich gestiegen ist, was u.a. mit leicht verbesserten Margen und einem soliden Umsatzplus zusammenhängt. Die Erwartungen wurden erfüllt. Zudem wurden ein Aktienrückkauf über bis zu 1,3 Mrd. US-Dollar und eine Dividendenerhöhung um 21 Prozent angekündigt. TJX-Papiere verlor 1,1 Prozent. Daneben erklärte Chico`s FAS (ISIN US1686151028/ WKN 907418), dass man im vierten Quartal angesichts eines kräftigen Umsatzwachstums einen Gewinnanstieg verbuchen konnte. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Anteilsscheine des auf Damenmode spezialisierten Einzelhändlers rücken um 16,9 Prozent vor. Auch die Juwelierkette Zale (ISIN US9888581066/ WKN 914110) konnte ihren Gewinn im zweiten Quartal verbessern. Die Aktie rückt aktuell um 4,1 Prozent vor.

Indes teilte der Auftragshersteller in der Druckindustrie R.R. Donnelley & Sons (ISIN US2578671016/ WKN 859377) mit, dass er im vierten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn erwirtschaftet hat. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. MGM Resorts (ISIN US5529531015/ WKN 880883), der weltweit zweitgrößte Kasinobetreiber, wies für das vierte Quartal zwar einen geringeren Verlust aus, konnte die Erwartungen der Analysten jedoch nicht erfüllen. Während R.R. Donnelley 1 Prozent nachgeben, büßen MGM 1,7 Prozent ein.

Titel der Citigroup (ISIN US1729671016/ WKN 871904) verbilligen sich zurzeit um 2,5 Prozent. Der Großbank droht Presseangaben zufolge eine hohe Abschreibung in Zusammenhang mit ihrer Minderheitsbeteiligung an Morgan Stanley Smith Barney, der im Jahr 2009 mit Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) gegründeten Brokerage-Gesellschaft. Laut einem Zeitungsbericht hat Morgan Stanley ab dem Frühjahr 2012 das Recht, die Citigroup-Anteile zu erwerben, wobei man voraussichtlich im Jahr 2014 in Besitz sämtlicher Anteile sein wird. Nun muss die Citigroup in Zusammenhang mit dem Verkauf ihrer Anteile an der Gesellschaft möglicherweise eine Abschreibung in Höhe von 2,5 Mrd. US-Dollar (1,8 Mrd. US-Dollar nach Steuern) vornehmen, was auf unterschiedliche Bewertungen bzw. Bilanzierungsmethoden zurückzuführen ist.

Schließlich gibt es noch Spekulationen zu General Motors (ISIN US37045V1008/ WKN A1C9CM). Einer französischen Tageszeitung zufolge befindet sich der Automobilkonzern zurzeit in Gesprächen über eine Allianz mit dem europäischen Wettbewerber Peugeot (ISIN FR0000121501/ WKN 852363). Die Franzosen bestätigten bisher zwar, dass sie aktuell entsprechende Gespräche führen, nannten jedoch keine Namen. GM-Aktien können hiervon nicht profitieren und verbilligen sich um 1,6 Prozent. (22.02.2012/ac/n/m)


Quelle: ac

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