Wall Street Update: Schwacher Mittagshandel, Fossil-Aktie bricht ein
New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes präsentieren sich am Dienstagmittag New Yorker Zeit deutlich schwächer. Hintergrund sind anhaltende Unsicherheiten in der Eurozone. So blicken die Marktteilnehmer mit Sorge auf Griechenland, wo gestern erste Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung gescheitert sind. Aufgrund des politischen Chaos könnten Neuwahlen nötig werden und Hilfszahlungen könnten eingefroren werden. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verliert aktuell 1,2 Prozent auf 12.858 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) zeigt sich mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 2.915 Zählern, während der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) derzeit einen Abschlag von 1,2 Prozent auf 1.352 Punkte verbucht.
Im Fokus stehen heute angesichts fehlender Konjunkturdaten einige Quartalszahlen. So gab der Fast-Food-Konzern Wendy`s (ISIN US95058W1009/ WKN A1JB8H) bekannt, dass er im ersten Quartal aufgrund eines Einmalertrags einen Gewinn erwirtschaftet hat, nach einem Verlust im Vorjahr. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch verfehlt, was mit gestiegenen Kosten für Rindfleisch zusammenhängt. Zudem wurde der Jahresausblick nach unten korrigiert. Aktien von Wendy`s verlieren im Mittagshandel 6 Prozent. Daneben meldete der drittgrößte US-Bürohändler OfficeMax (ISIN US67622P1012/ WKN A0DLJT), dass sich sein Gewinn im ersten Quartal mehr als halbiert hat, was auf Sonderbelastungen im Retail-Segment im Zusammenhang mit Filialschließungen in den USA zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch angesichts von Kostensenkungen klar übertroffen. OfficeMax rücken aktuell um 10,5 Prozent vor.
Papiere von McDonald`s (ISIN US5801351017/ WKN 856958) tendieren dagegen 2 Prozent leichter. Die Schnellrestaurantkette konnte im April 2012 einen Anstieg bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielen. Dabei profitierte man von einer guten Entwicklung in Europa. Angesichts eines schwächer als erwarteten US-Geschäfts blieb man jedoch hinter den Marktschätzungen zurück.
Indes legte der Uhrenhersteller Fossil (ISIN US3498821004/ WKN 886238) die Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Demnach hat zwar das Ergebnis zugelegt, jedoch enttäuschte die Umsatzentwicklung. Zudem wurde ein schwacher Ausblick für das laufende Quartal gegeben, während die Jahresplanung gesenkt wurde. Vor diesem Hintergrund brechen Titel von Fossil momentan um 38 Prozent ein.
Molson Coors (ISIN US60871R2094/ WKN A0DPTB), einer der größten Bierkonzerne der Welt, konnte im ersten Quartal die Gewinnerwartungen schlagen, wohingegen die Umsatzschätzungen verfehlt wurden. Insgesamt habe der Konzern von höheren Absatzpreisen profitieren können. Besonders stark habe sich im Auftaktquartal der US-Markt entwickelt. Molson Coors geben 1,4 Prozent ab.
Der Medienkonzern DIRECTV (ISIN US25490A1016/ WKN A0YFCG), der größte Betreiber von Satellitenfernsehen in den USA, hat im ersten Quartal 2012 dank eines starken Kundenwachstums in Lateinamerika einen höheren Gewinn erzielt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Indes konnte der Kabelnetzbetreiber und Telefonanbieter Charter Communications (ISIN US16117M3051/ WKN A0YF1T) im ersten Quartal 2012 dank der gestiegenen Kundenzahl seinen Verlust reduzieren. Während DIRECTV 2,1 Prozent einbüßen, ziehen Charter um 0,9 Prozent an.
Schließlich verkündete Tenet Healthcare (ISIN US88033G1004/ WKN 858003), dass er im ersten Quartal 2012 das Vorjahresergebnis nicht erreicht hat. Dagegen erhöhten sich die Umsatzerlöse um 2,2 Prozent. Anteilsscheine des zweitgrößten US-Klinikbetreibers verteuern sich zurzeit um 0,4 Prozent. (08.05.2012/ac/n/m)