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15:21 31.01.12

ANALYSE/Börse Stuttgart: ETF-Aktienanleger blieben weiterhin zögerlich

STUTTGART (dpa-AFX) - Wie schon in den Wochen zuvor haben Anleger börsengehandelter Fonds (ETFs) in der vergangenen Woche nicht an einen weiteren Kursanstieg am europäischen Aktienmarkt geglaubt. "Sie standen der Aufwärtstendenz immer noch skeptisch gegenüber, da weiterhin keine Lösung der Schuldenkrise in Griechenland durch einen freiwilligen Schuldenschnitt erkennbar war", sagte Michael Görgens, Leiter des ETF-Handels der Börse Stuttgart.

"Beim Dax und beim EuroStoxx 50 haben sie deshalb weiterhin auf sinkende Notierungen gesetzt", fuhr der Experte fort. Bei klassischen Fonds auf den hiesigen Aktienmarkt habe es unter den Investoren eine Tendenz zu Gewinnmitnahmen gegeben, während taktisch orientierte Anleger sogar vermehrt bei den auf fallende Kurse setzenden Short-ETFs zugegriffen hätten.

Insgesamt sprach Görgens aber davon, dass die Stimmung an den Finanzmärkten unter den Fondsanlegern ein recht uneinheitliches Bild ergeben habe. Verdeutlicht worden sei dies etwa an den wie zuletzt ungebrochen positiv gesehenen US-Aktienmärkten - im Gegensatz zu Europa standen jene börsengehandelte Fonds bei den Anlegern mit einem deutlichen Überhang an Käufern sehr hoch im Kurs. Aber auch das Interesse an den Schwellenländern blieb hoch, wie Görgens betonte.

Das ungleiche Bild dehnte sich derweil aber auch wie zuletzt auf die übrigen Finanzmärkte aus. Laut Görgens setzten ETF-Anleger bei Anleihen zum Teil auf steigende und fallende Kurse. "Die Meinung über die künftige Entwicklung war in zwei Lager geteilt." Eine richtige Trendwende war nach seinen Angaben einzig bei Rohstoffen zu verzeichnen, wo der Trend zum Positionsabbau zum Ende gekommen sei. Käufe und Verkäufe hielten sich bei diesen ETF-Produkten in etwa die Waage.

Wenn "deutlich" mehr Käufe als Verkäufe von ETFs getätigt wurden, bedeutet dies, dass das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen 70:30 oder höher war. "Etwas" mehr Käufe heißt, dass dieses Verhältnis zwischen 70:30 und 55:45 lag. Wenn sich die Käufe und Verkäufe ungefähr ausgeglichen haben, weist dies auf ein Verhältnis von unter 55:45 bis über 45:55 hin. Wenn es dementsprechend etwas mehr Verkäufe als Käufe gab, lag das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen zwischen 45:55 und 30:70./tih/la



Quelle: dpa

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