22:26 20.07.12 Aktien New York Schluss: Verluste - Spanien belastet die US-Börsen
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Eurokrise ist zurück in den USA: Die Besorgnis der Anleger, dass Europas Politiker die Finanzkrise nicht in den Griff bekommen, hat am Freitag auch auf die Kurse an den US-Börsen gedrückt. Jedoch fielen die Abschläge etwas moderater aus als zuvor an Europas Börsen. Nach drei freundlichen Handelstagen in Folge verabschiedete sich der Dow Jones Industrial
mit einem Minus von 0,93 Prozent auf 12.822,57 Punkte in das Wochenende. Binnen Wochenfrist hat der US-amerikanische Leitindex damit zwar noch ein moderates Plus von 0,36 Prozent verbucht, auf Monatssicht ist der Index aber inzwischen ins Minus gerutscht.
Der marktbreite S&P 500-Index verlor am Freitag 1,01 Prozent auf 1.362,66 Zähler. An der Technologiebörse, die am Vortag fest geschlossen hatte, war die Gegenbewegung besonders stark zu spüren. Dort sackte der Nasdaq Composite Index um 1,37 Prozent auf 2.925,30 Punkte ab. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gab gleichzeitig um 1,42 Prozent auf 2.618,04 Punkte nach.
An den Finanzmärkten geht die Sorge um, dass die am Freitag von den EU-Finanzministern verabschiedeten Milliardenhilfen für Spaniens maroden Bankensektor nicht reichen könnten. Auch am spanischen Anleihenmarkt spitzt sich die Lage immer weiter zu. So musste das Land am Freitag Risikoaufschläge in Rekordhöhe für seine Staatstitel zahlen. Zudem kletterte die Zehnjahresrendite wieder über die kritische Marke von sieben Prozent. "Die Probleme verschwinden nicht einfach, sondern die Krise vertieft sich", sagte ein Investmentstratege in New York zur Situation in Europa. Unterdessen fehlten dem US-Markt die positiven Impulse aus der Berichtssaison. Am Freitag legte US-Industrieschwergewicht General Electric (GE) eine durchaus gemischte Bilanz vor. Die Aktien verbuchten ein moderates Plus von 0,35 Prozent auf 19,87 US-Dollar./tav/he
Quelle: dpa
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