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19:19 23.08.12

Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich - Gedämpfte Hoffnung auf Fed

BUDAPEST/MOSKAU/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Die schwindende Hoffnung auf eine weitere geldpolitische Lockerung der US-Notenbank Fed habe an den meisten Handelsplätzen für Belastung gesorgt, hieß es am Markt. Einzig die Börse in Russland stemmte sich deutlich gegen den negativen Sog und schloss klar im Plus.

In Prag gab der Leitindex PX leicht um 0,18 Prozent auf 955,00 Punkte nach.

New World Resources (NWR) legten um 2,11 Prozent auf 97,00 Tschechische Kronen zu. Der Gewinn des Kohleförderers war im ersten Halbjahr weniger deutlich zurückgegangen als vom Markt erwartet worden war.

Unter den Schwergewichten verteuerten sich die Aktien des Energieversorgers Ceske Energeticke Zavody (CEZ) um 0,59 Prozent auf 761,00 Kronen. Bankentitel gaben hingegen nach: Komercni Banka sackten um 1,18 Prozent auf 3.840,00 Kronen ab und Erste Group verbilligten sich um 0,32 Prozent auf 403,40 Kronen. Für die Aktie des Telekommunikationskonzerns Telefonica ging es um 0,27 Prozent auf 410,10 aufwärts.

In Warschau büßte der Leitindex Wig-20 moderate 0,05 Prozent auf 2.278,08 Punkte ein. Der breiter gefasste Wig-Index fiel um 0,12 Prozent auf 41.795,63 Zähler. Im Fokus standen gleich drei Titel mit Bilanzzahlen: Aktien von PGNiG rutschten mit einem Minus von 3,13 Prozent auf 4,02 Polnische Zloty ans Ende des WIG-20. Der Gaskonzern hatte mit seinen Halbjahreszahlen die Erwartungen der Analysten enttäuscht. In den ersten sechs Monaten hatte PGNiG einen Verlust von 13,29 Millionen Zloty (3,26 Mio. Euro) eingefahren, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von knapp einer Milliarde Zloty verbucht worden war.

Demgegenüber standen die überraschend starken Quartalszahlen des Energieversorgers Tauron, dessen Anteilsscheine um 2,09 Prozent auf 4,88 Zloty zulegten. Der Konzerngewinn hatte im zweiten Jahresviertel bei 468 Millionen Zloty (114,83 Mio. Euro).

Außerhalb des WIG-20 konnten Netia ebenfalls mit dem Ergebnis des zweiten Quartals überzeugen, was den Aktien ein Kursplus von 1,17 Prozent auf 6,04 Zloty einbrachte. Das Telekom-Unternehmen hatte im Berichtszeitraum unter dem Strich 21,02 Millionen Zloty (5,61 Mio. Euro) und damit deutlich mehr als von Analysten erwartet verdient.

Auch die Budapester Börse schloss unter ihrem Vortagesniveau. Dort gab der Leitindex Bux um 0,33 Prozent auf 17.485,08 Punkte nach. Einen Hoffnungsschimmer bot hingegen der ungarische Anleihenmarkt, wo bei einer Auktion neuer Bonds mit dreijähriger Laufzeit insgesamt 47 Milliarden Ungarische Forint (170 Mio. Euro) eingenommen wurden. Die Rendite der neuen Anleihen fiel im Schnitt auf 6,67 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit elf Monaten. Von Unternehmensseite blieben marktbewegende Nachrichten hingegen aus.

Die stärkste Belastung erfuhr der Bux durch die Aktien der Schwergewichte OTP und MOL. OTP Bank verloren 1,10 Prozent auf 3.590 Forint und Mol gingen mit einem Abschlag von 1,25 Prozent auf 16.095 Forint aus dem Handel. Die Papiere von FHB Land Credit & Mortgage Bank und Magyar Telekom schlossen auf ihren Vortagesniveaus.

In Moskau scherte der RTS-Interfax-Index dagegen aus der Reihe aus und schloss höher. Das Börsenbarometer legte um 0,87 Prozent auf 1.442,94 Punkte zu./teo/APA/tav/he



Quelle: dpa