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Aktien Osteuropa Schluss: Warschau und Prag im Plus - Moskau unter Druck

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - An den wichtigsten Börsen Osteuropas haben sich zur Wochenmitte lediglich die Handelsplätze in Warschau und Prag gegen das international eher trübe Umfeld gestemmt. In Moskau ging es hingegen am Mittwoch mit den Kursen deutlich nach unten. Vor der Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten Donald Trump agierten die Anleger vorsichtig.

Der Warschauer WIG-30 ging 0,72 Prozent höher bei 2348,49 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Wig stieg um 0,56 Prozent auf 53 709,33 Einheiten.

Die polnischen Währungshüter hatte den Leitzins unverändert bei 1,5 Prozent belassen. Die Inflationsrate hatte sich im Dezember höher als erwartet gezeigt. Allerdings blieb sie mit einer Teuerung um 0,8 Prozent im Jahresabstand deutlich unter dem angestrebten Inflationsziel.

Bei den Einzelwerten schlossen wie am Vortag die Papiere des Bergbauunternehmens KGHM mit plus 5,64 Prozent an der Spitze des WIG-20. Die Aktien von Eurocash gewannen rund 3 Prozent. Unter den Verlierern fanden sich der Gaskonzern PGNiG mit minus 1,91 Prozent und an letzter Stelle des Wig-20 der Mineralölkonzern PKN Orlen mit einem Verlust von 3,22 Prozent.

Der tschechische Leitindex PX legte um 0,20 Prozent auf 927,93 Zähler zu. Der Anstieg der Verbraucherpreise in Tschechien hatte sich im vergangenen Jahr beschleunigt. Die durchschnittliche Inflationsrate war 2016 auf 0,7 Prozent gestiegen, nach 0,3 Prozent im Vorjahr. Analysten gehen deshalb davon aus, dass die Notenbank des Landes ihre Währungsinterventionen in diesem Jahr auslaufen lassen wird.

Bei den Einzelwerten setzten sich die Papiere des Getränkekonzerns Kofola an die Spitze des PX. Der Aktienkurs zog um 4,44 Prozent an. Dahinter folgten die Anteilsscheine des Energieanbieters CEZ mit plus 1,39 Prozent.

Niedriger tendierten hingegen Finanzwerte. So gaben die Aktien der Komercni Banka um 0,27 Prozent nach.

Der ungarische Leitindex Bux hingegen verlor 0,18 Prozent auf 32 972,2 Punkte. Das Börsenbarometer war am Vortag das erste Mal in seiner Geschichte über 33 000 Punkte gestiegen. Am Mittwoch hatte es sich auch über weite Strecken deutlich über dieser Marke mit einem Höchststand im Verlauf von 33 127,74 Zählern bewegt. In der letzten Handelsstunde fiel der Budapester Leitindex jedoch wieder unter 33 000 Punkte.

Bei den Einzelwerten hatte die Magyar Telekom (MTelekom ) am Dienstag eine Einigung mit Hrvatski Telekom über den Verkauf ihrer Anteile von 75 Prozent an der Crnogorski Telekom bekannt gegeben. Der Verkauf soll MTelekom 123,5 Millionen Euro bringen. Der Aktienkurs der ungarischen Telekom verlor zur Wochenmitte 0,58 Prozent, nachdem er am Dienstag noch von der Meldung profitiert hatte.

Der RTS-Interfax-Index geriet im Tagesverlauf immer stärker unter Druck und schloss 1,66 Prozent tiefer bei 1155,50 Punkten./rai/APA/la/mis



Quelle: dpa


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