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Aktien kaufen: So einfach geht´s

In Zeiten von Niedrig- oder Negativzinsen werden Aktien immer beliebter. Doch was müssen Anfänger beachten, um an der Börse investieren zu können? Wir zeigen Ihnen in wenigen Schritten, wie die erste Wertpapierorder reibungslos funktioniert.

 

Börsengrundlagenwissen - Erster Schritt: Wertpapierdepot

Zunächst wird ein Wertpapierdepot benötigt, also eine Art Konto, in das die eingekauften Aktien „gelegt“ werden. Dies kann bspw. bei der Hausbank eröffnet werden. Allerdings gibt es bei anderen Anbietern oft bessere Konditionen für den An- und Verkauf sowie für die Depotführung. In der Regel sind Direktbanken, sprich Bankinstitute ohne Filialen oder Bankschalter bzw. sogenannte Online-Broker (Wertpapierhändler im Internet) wie z.B. comdirect, ING-Diba, Cortal Consors, Onvista-Bank oder DAB Bank schlicht preiswerter.

 

Börsengrundlagenwissen - Zweiter Schritt: Depoteröffnung

Die Depoteröffnung ist denkbar einfach. Auf den Internetseiten der verschiedenen Häuser können die erforderlichen Formulare als PDF-Dateien heruntergeladen und ausgedruckt werden. Sie brauchen dann nur noch Ihre Daten ergänzen. Um mit Aktien handeln zu können, müssen im Formular zu den Kenntnissen und Erfahrungen im Wertpapierhandel die jeweilige Produkt-/Risikoklasse angekreuzt werden. Bei comdirect ist dies bspw. die Klasse E, bei ING-Diba B und bei Cortal Consors 5.

 

Nach dem Ausfüllen gehen Sie mit den Unterlagen in eine Postfiliale und lassen sich den sogenannten PostIdent-Coupon zur Identitätsfeststellung ausfüllen. Danach gilt es alle Formulare samt PostIdent-Coupon an die Direktbank zu senden. Ein wenig später wird in der Post die Kontonummer für Ihr erstes Depot sein. Die Passwörter werden wie üblich separat verschickt, dann kann es aber losgehen.

 

Börsengrundlagenwissen - Dritter Schritt: Orderabgabe

Die Ordermasken bei den Online-Banken sind sehr einfach und selbsterklärend, sodass Transaktionen problemlos durchgeführt werden können. Eine Aktie aussuchen, auf die Sie beispielsweise im Aktien-Ausblick aufmerksam wurden, die Wertpapierkennnummer oder den Namen eintippen, die Stückzahl angeben und den Börsenplatz wählen. Dabei kann zwischen verschiedenen Arten von Kaufordern gewählt werden. Die wichtigsten sind:

 

Billigst-Order: Dieser Ordertyp wird ohne Kursbeschränkungen ausgestaltet. An der Börse wird für den Kaufauftrag der billigste Verkaufsauftrag mit gleicher Stückzahl gesucht.

 

Limitierte Kauf-Order: Eine limitierte Kauforder wird nur dann ausgeführt, wenn das genannte Limit nicht überschritten wird, das heißt ein Auftrag wird maximal zu diesem Kurs ausgeführt.

 

Stop-Buy-Order: Die Order wird erst ausgeführt, wenn die angegebene Obergrenze (Stop-Buy-Kurs), die über dem aktuellen Börsenkurs liegen sollte, überschritten wird.

 

Falls Sie noch keine Erfahrung im Internetbanking besitzen, empfehlen wir Ihnen, sich bei den ersten Besuchen auf den Internetseiten Ihrer Bank gleichzeitig telefonisch mit einem der Kundenbetreuer in Verbindung zu setzen. Dieser wird Sie sicher mit Rat und Tat unterstützen.

Wenn das Engagement wieder glattgestellt werden soll, gilt es ähnlich wie in Schritt drei vorzugehen, wobei auch hier wieder zwischen verschiedenen Verkaufsordern gewählt werden kann.

 

Bestens: Die unlimitierte Verkaufsorder wird - analog wie die unlimitierte Kauforder - ohne Kursbeschränkungen ausgeführt.

 

Limitierte Verkaufsorder: Bei der limitierten Verkaufsorder gilt es den Preis festzulegen, der mindestens erzielt werden soll.

 

Stop-Loss-Order: Bei diesem Ordertyp wird das Wertpapier zum ersten Kurs unlimitiert (bestens) verkauft, wenn der Stop-Loss-Kurs unterschritten wird.



Quelle: boerse.de
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