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15:03 17.02.17

Allianz-Tochter Pimco schafft befohlene Trendwende - Fondsnews

Wien (www.fondscheck.de) - Die US-Fondssparte des Versicherungsriesen gewinnt erstmals seit Jahren wieder das Vertrauen der Anleger und sammelt Geld ein. Dafür erleidet nun Allianz Global Investors Abflüsse, so die Experten von "FONDS professionell".

Insgesamt steigere der Münchner Konzern seinen Gewinn - und starte ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm.

Bei der strauchelnden US-Fondstochter der Allianz scheine die Trendwende geglückt. Nachdem Pimco seit 2013 unter empfindlichen Mittelabflüssen gelitten habe, hätten Anleger dem kalifornischen Fondsriesen im dritten wie auch im vierten Quartal 2016 wieder Geld anvertraut. Über das Gesamtjahr gesehen stünden aber immer noch Mittelabflüsse in Höhe von 17,5 Milliarden Euro zu Buche.

Zurücklehnen könne sich Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte aber nicht. Denn auf der anderen Seite hätten Anleger zuletzt bei der zweiten Fondstochter der Versicherung, Allianz Global Investors, Geld abgezogen. Die Schwäche des Anleihe-Spezialisten Pimco habe Allianz GI bisher mit einem guten Produktabsatz zumindest teilweise ausgleichen können. Über das Jahr stünden hier Abflüsse in Höhe von 2,8 Milliarden Euro.

Über die gesamte Fondssparte der Allianz gesehen stehe 2016 unter dem Strich ein Mittelschwund von rund 20 Milliarden Euro - immerhin deutlich weniger als 2015, als es 107 Milliarden Euro gewesen seien. Das für Dritte verwaltete Vermögen sei gegenüber dem Vorjahr um rund sechs Prozent auf 1,36 Milliarden Euro gestiegen. Der Umsatz der Sparte sei um sieben Prozent auf rund sechs Milliarden Euro zurückgegangen. Der operative Gewinn des Segments sei um vier Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gesunken.

Beim Versicherungskonzern habe vor allem die Lebens- und Krankenversicherung den Gewinn nach oben getrieben. Hier habe das operative Ergebnis um neun Prozent zugelegt. In der größten Sparte, der Schaden- und Unfallversicherung, sei nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zwar mehr von den Beitragseinnahmen übrig geblieben als im Vorjahr. Geringere Gewinne bei den Kapitalanlagen hätten das operative Ergebnis des Bereichs aber um vier Prozent sinken lassen.

Insgesamt habe der Münchner Konzern unter dem Strich einen überraschend hohen Jahresgewinn von 6,9 Milliarden Euro erzielt. Das seien vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Einen Teil davon gebe Vorstandschef Bäte nun an die Aktionäre zurück. Er wolle bis zu drei Milliarden Euro eigene Aktien vom Markt zurückkaufen und die Dividende anheben. Grund sei die der vorerst geplatzte Plan von Bäte, einen anderen Versicherer zu schlucken. Die Allianz habe den Aktienrückkauf versprochen für den Fall, dass sie bis Ende 2016 kein geeignetes Übernahmeziel finde. (17.02.2017/fc/n/s)



Quelle: ac


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