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BREXIT/ROUNDUP: Erstmals negative Rendite bei 10-jähriger Bundesanleihe

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der drohende Austritt Großbritanniens aus der EU hat die angespannte Lage für Sparer weiter verschärft: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ist die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen in den negativen Bereich gerutscht. Anleger sind mittlerweile bereit, bei deutschen Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von zehn Jahren quasi eine Gebühr zu bezahlen, statt Zinsen zu kassieren.

Am Dienstagmorgen waren zehnjährige Bundesanleihen am Markt so stark gefragt, dass der Zinssatz auf minus 0,004 Prozent fiel. Damit werden mittlerweile alle Bundesanleihen bis zu einer Laufzeit von zehn Jahren am Markt mit einer negativen Rendite gehandelt.

BREXIT-FURCHT TREIBT ANLEGER IN SICHERE HÄFEN

Händler erklärten die zuletzt starke Nachfrage nach Bundesanleihen vor allem mit einer nervösen Stimmung an den Finanzmärkten vor der Abstimmung über einen EU-Austritt Großbritanniens in der kommenden Woche.

Die Furcht vor einem Brexit treibt Anleger schon seit Tagen verstärkt in sichere Anlagehäfen wie zum Beispiel deutsche Staatsanleihen. Neben Bundesanleihen profitierten zuletzt auch der japanische Yen und der Schweizer Franken von der nervösen Stimmung an den Märkten.

BRITISCHES BOULEVARDBLATT EMPFIEHLT EU-AUSTRITT

"Risikoaversion und Knappheit sind nach wie vor die zentralen Treiber für die Märkte", kommentierten Anleiheexperten der Commerzbank. Zuletzt hatten Umfrageergebnisse gezeigt, dass die Befürworter eines Brexit mittlerweile in Führung liegen. Außerdem hatte mit der britischen Boulevardzeitung "The Sun" das auflagenstärkste Blatt des Landes zum Austritt aus der Europäischen Union aufgerufen./jkr/tos/fbr



Quelle: dpa


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