Börsen in Asien: Uneinheitlich, Japan und China im Minus
Tokio (www.aktiencheck.de) - An den wichtigsten asiatischen Börsen war am Dienstag keine einheitliche Tendenz auszumachen. Die Kauflaune der Investoren wurde dabei auch durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China eingetrübt. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, kann sich im bisherigen Dienstaghandel allerdings in der Gewinnzone behaupten und notiert zur Stunde mit einem Zugewinn von 0,17 Prozent bei 329,22 Zählern.
Im japanischen Handel dominierte am zweiten Handelstag der Woche die Farbe rot. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) notierte anfänglich zwar in der Gewinnzone, konnte seine Aufschläge im Handelsverlauf allerdings nicht verteidigen und schloss mit einem Minus von 0,44 Prozent bei 8.857,73 Stellen. Noch deutlich schlechter lief es für den breiter gefassten Topix, der schließlich um 0,70 Prozent auf 758,60 Punkte nachgab. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich im Juni nach Angaben des Kabinettsbüros verschlechtert. So verringerte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 40,4 Punkte, nachdem er im Vormonat noch bei 40,7 Punkten gestanden hatte. Auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich dabei insbesondere auch Automobilwerte wieder. Toyota verschlechterten sich deutlich überproportional zum Gesamtmarkt um 1,9 Prozent, während Nissan 1,2 Prozent an Wert verloren. Für Honda ging es schließlich um 1,7 Prozent nach unten.
Etwas kleiner fielen unterdessen die Abschläge an den chinesischen Aktienbörsen aus. Der Shanghai Composite verschlechterte sich um 0,29 Prozent auf 2.164,44 Zähler. In Hongkong fiel der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) am Ende um 0,16 Prozent auf 19.396,36 Stellen. Belastet wurde die Stimmung am Markt dabei auch durch Konjunkturdaten. Die chinesische Handelsbilanz hat im Juni nach Regierungsangaben mit einem größeren Überschuss geschlossen. So belief sich der Aktivsaldo auf 31,73 Mrd. US-Dollar, nach einem Überschuss von 18,70 Mrd. US-Dollar im Vormonat. Das Vorjahresniveau wurde um 43 Prozent übertroffen. Hierbei kletterten die Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent auf 180,2 Mrd. US-Dollar, während die Importe ins Reich der Mitte um 6,3 Prozent auf 148,5 Mrd. US-Dollar zulegten. Bei den Einzelwerten standen Lenovo mit einem Zugewinn von 3 Prozent im Blick. Gegen den insgesamt negativen Trend konnten sich zudem auch die Papiere des Internetunternehmens Tencent stemmen, die sich um 0,6 Prozent verteuerten. Unterdessen standen Versicherungstitel unter Abgabedruck. So ging es für China Life um 0,5 Prozent nach unten, während Ping An sogar um 1 Prozent nachgaben. Rohstoffwerte tendierten schließlich uneinheitlich. Während es beispielsweise für Sinopec um 1,2 Prozent nach unten ging, konnten sich CNOOC zum Handelsende um 0,5 Prozent verbessern.
Klare Zugewinne werden schließlich heute aus Indien gemeldet. Der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) steigt zur Stunde um 1,36 Prozent auf 17.628,95 Punkte und kann sich damit von seinen Vortagesverlusten erholen. Der erste Platz der Gewinnerliste wird dabei von Hindalco Industries mit einem Aufschlag von 2,7 Prozent eingenommen, während sich die Anleger gleichzeitig bevorzugt von den Aktien von Wipro trennen, die sich am Indexende um 0,4 Prozent verbilligen. Daneben notieren lediglich noch NTPC knapp im Minus.