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19:39 07.08.12

Börsen in Europa-Schluss: Indizes schließen mit freundlicher Tendenz

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes schlossen den Handel am Dienstag mit positiven Vorzeichen ab. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) notierte abschließend 1,71 Prozent fester bei 2.440,24 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) ging mit einem Plus von 0,72 Prozent auf 2.549,56 Zähler aus dem Handel. Auch die europäischen Länderbörsen zeigten zumeist Zugewinne.

Die italienische Statistikbehörde Istat gab heute bekannt, dass die italienische Wirtschaft im zweiten Quartal 2012 erneut geschrumpft ist und sich damit unverändert in einer Rezession befindet. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent. Davor hatte sie im ersten Quartal um 0,8 Prozent abgenommen. Gegenüber dem Vorjahresquartal verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,5 Prozent, nach einem Minus von 1,4 Prozent im ersten Quartal 2012. Hierbei handelt es sich um den stärksten Rückgang seit dem Schlussquartal 2009.

Im britischen Leitindex FTSE 100 verbuchten heute Aktien von Evraz mit einem Plus von 10,3 Prozent die höchsten Zugewinne. InterContinental Hotels (ISIN GB00B1WQCS47/ WKN A0MRD8) notierten mit einem Zugewinn von 6,4 Prozent auf dem zweiten Platz. Die Hotelkette konnte ihren Gewinn im ersten Halbjahr erhöhen. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu. Papiere von Xstrata (ISIN GB0031411001/ WKN 552834) gewannen abschließend 1,6 Prozent hinzu. Der Minen- und Rohstoffkonzern musste im ersten Halbjahr angesichts deutlich rückläufiger Rohstoffpreise einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Umsatz sank ebenfalls. Insgesamt hatte das Unternehmen unter dem zyklischen Abschwung bei vielen Rohstoffpreisen gelitten. Im Anschluss erklärte Xstrata, dass man im Gesamtjahr vor dem Hintergrund der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen Kostensenkungsmaßnahmen von rund 390 Mio. US-Dollar durchsetzen will. Bereits in der ersten Jahreshälfte hatte der Konzern Einsparungen in Höhe von 105 Mio. US-Dollar realisiert, vor allem in den Konzernsparten Nickel- und Zink. Außerdem werde man geplante Investitionen in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar verschieben. Am Indexende gingen Aktien von Standard Chartered (ISIN GB0004082847/ WKN 859123) mit einem Abschlag von 16,4 Prozent aus dem Handel. Die Großbank sieht sich mit schwerwiegenden Vorwürfen der US-Aufsichtsbehörden konfrontiert. Am Montagabend hatte das New York State Department of Financial Services erklärt, dass das britische Kreditinstitut über Jahre hinweg trotz Verbots über seine Niederlassungen im US-Bundesstaat New York illegal Transaktionen für den iranischen Staat abgewickelt haben soll. Den Untersuchungen der Behörde zufolge habe Standard Chartered demnach in einem Zeitraum von über zehn Jahren Transaktionen im Gesamtvolumen von mindestens 250 Mrd. US-Dollar für den Iran abgewickelt und dabei hunderte Mio. US-Dollar an Gebühren und Provisionen eingestrichen. Insgesamt seien mehr als 60.000 Transaktionen von dem Kreditinstitut durchgeführt worden, die vor den zuständigen Behörden verschleiert worden seien. Sollte Standard Chartered die Vorwürfe nicht entkräften können, droht dem Kreditinstitut neben hohen Strafzahlungen unter anderem auch der Verlust der Banklizenz im US-Bundesstaat New York. In einer bereits am Vorabend veröffentlichten Stellungnahme hatte Standard Chartered die von den US-Behörden vorgebrachten Anschuldigungen scharf zurückgewiesen, und erklärt, dass die von den Regulierungsbehörden vorgebrachten Anschuldigungen nicht zutreffend seien.

Im französischen Leitindex CAC 40 führten Anteilsscheine von Crédit Agricole mit einem Plus von 6,7 Prozent die Liste der Gewinner an. Papiere von Legrand zeigten daneben eine Verschlechterung um 1,6 Prozent und markierten damit das Indexende.

In den Niederlanden gerieten heute die Papiere des Chemiekonzerns DSM (ISIN NL0000009827/ WKN A0JLZ7) mit einem Abschlag von 3,8 Prozent unter Druck. Der Konzern hatte einen deutlichen Gewinnrückgang für das zweite Quartal ausgewiesen. Der Umsatz lag indes auf Vorjahresniveau.

Aktien der österreichischen Andritz (ISIN AT0000730007/ WKN 632305) verloren indes 2,6 Prozent an Wert. Der Technologiekonzern hatte im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg verzeichnet, musste jedoch einen deutlichen Einbruch beim Auftragseingang hinnehmen. voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) wies unterdessen im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang aus. Der Umsatz des Stahlkochers lag indes auf Vorjahresniveau. Für das laufende Fiskaljahr hält der Konzern unter der Voraussetzung, dass es zu keiner zusätzlichen Verschärfung des konjunkturellen Umfelds kommt, eine Wiederholung des bereinigten Vorjahres-EBIT von rund 900 Mio. Euro für möglich. Der Anteilsschein verbesserte sich um 6,6 Prozent.

Papiere der Danske Bank (ISIN DK0010274414/ WKN 850857) konnten heute einen Zugewinn von 5,6 Prozent verbuchen. Das Unternehmen legte die Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor und konnte dabei einen Gewinnanstieg ausweisen. Insgesamt profitierte das Unternehmen vor allem von einer soliden Entwicklung im Kerngeschäft. Auch die Kostenbasis konnte Konzernangaben zufolge dank der umgesetzten Sparmaßnahmen weiter verbessert werden.

Ganz oben im schweizerischen Leitindex SMI notierten heute Aktien von Givaudan mit einem Plus von 1,2 Prozent. Auf dem letzten Platz gaben daneben Anteilsscheine von Nestlé 1,0 Prozent nach.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.440,24 (+1,71 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.549,56 (+0,72 Prozent) FTSE 100 (London): 5.841,24 (+0,56 Prozent) CAC40 (Paris): 3.453,28 (+1,52 Prozent) MIB (Mailand): 14.655,64 (+2,19 Prozent) SMI (Zürich): 6.457,85 (-0,08 Prozent) ATX (Wien): 2.050,50 (+0,54 Prozent) (07.08.2012/ac/n/m)


Quelle: ac

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