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20:08 23.03.12

Börsen in Europa-Schluss: Zurückhaltender Wochenausklang

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte setzten am Freitag angesichts schwacher Marktentwicklungen in Asien und den USA ihren zurückhaltenden Handel fort und gingen wenig verändert aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,19 Prozent auf 2.525,43 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) verschlechterte sich um 0,23 Prozent auf 2.488,87 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendierten im Minus.

In Großbritannien schossen BT Group (ISIN GB0030913577/ WKN 794796) als Spitzenreiter im FTSE 100 um 5,4 Prozent nach oben. Die Telefongesellschaft teilte mit, dass sie eine Einigung mit dem Treuhänder ihres Pensionsplans BT Pension Scheme (BTPS) erzielt hat. So wird der Konzern eine Einmalzahlung in Höhe von 2,0 Mrd. Britischen Pund (GBP) bis Ende März 2012 leisten. Damit reduziert sich das Defizit im Pensionsplan der BT Group um mehr als die Hälfte auf 4,1 Mrd. GBP. Danach wird man den Angaben zufolge im Zeitraum 2013 bis 2021 insgesamt neun jährliche Zahlungen in Höhe von jeweils 325 Mio. GBP leisten. Auf den letzten Plätzen gaben Randgold und Burberry um 2 Prozent nach. Bei Randgold sorgte erneut die Lage in Mali für schlechte Stimmung. Hier besteht angesichts des Umsturzes dort die Sorge um eine Verstaatlichung der dortigen Aktivitäten.

Das Geschäftsklima im französischen Verarbeitenden Gewerbe hat sich im März 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INSEE verbessert. So erhöhte sich der entsprechende saisonbereinigte Stimmungsindex auf 96 Punkten, während Volkswirte mit einem Wert von 93 Punkten gerechnet hatten. Für den Vormonat wurde der Indexstand von vorläufig 92 auf 93 Punkte nach oben korrigiert. EADS (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) legten 0,7 Prozent zu. Der Bund stockt einem Medienbericht zufolge offenbar seine Anteile an dem Luft- und Raumfahrtkonzern schneller auf. Wie es heißt, will die Regierung noch in diesem Jahr bis zu 12 Prozent der Aktien des Konzerns kaufen. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren standen im französischen Leitindex CAC 40 die Anteilsscheine von Credit Agricole mit einem Zugewinn von 3 Prozent. Daneben fahren Peugeot und Renault um 2,3 bzw. 2,5 Prozent vor. Die rote Laterne wurde von Publicis mit einem Abschlag von 2,7 Prozent getragen.

Der Umsatz des italienischen Einzelhandels hat sich im Januar nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat erhöht. Auf Monatssicht stiegen die Einzelhandelsumsätze um 0,7 Prozent an. Davor waren sie im Dezember 2011 um revidiert 0,8 Prozent gesunken. Zudem sanken die Umsatzerlöse der Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,8 Prozent, nach einem Minus von 3,7 Prozent Dezember.

Die spanischen Erzeugerpreise haben sich derweil nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE im Februar mit geringerem Tempo erhöht. Im Vorjahresvergleich verringerte sich die Teuerungsrate auf 3,4 Prozent, nachdem sie im Januar noch bei revidiert 3,7 (vorläufig: 3,6) Prozent gestanden hatte. Auf Monatssicht stiegen die Preise auf Produzentenebene um 0,6 Prozent, gegenüber einer Preiszunahme um 0,9 Prozent im Januar.

Statoil (ISIN NO0010096985/ WKN 675213) legten um 1,7 Prozent zu. Der Öl- und Erdgaskonzern ist in der Nordsse erneut auf ein Ölvorkommen gestoßen. So hat man bei einer Explorationsbohrung im Oseberg-Feld ein Ölvorkommen entdeckt. Dabei handelt es sich Konzernangaben zufolge allerdings um ein vergleichsweise kleines Vorkommen, wobei hier von einem kommerziell verwertbaren Fund von zwölf bis 18 Millionen Barrel ausgegangen wird.

In der Schweiz gaben UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) um 0,4 Prozent nach, nachdem die Bankgesellschaft gestern Veränderungen in der Konzernleitung bekannt gegeben hatte. Die Gewinnerliste im SMI wurde von Syngenta mit einem Aufschlag von 2,4 Prozent angeführt, während sich auf dem vorletzten Platz Richemont (ISIN CH0045039655/ WKN A0Q9J3) um 1,1 Prozent verbilligten. Der Konzern verlautbarte, dass er sein am 27. Mai 2010 angekündigtes Aktienrückkaufprogramm beendet. Ferner wird das Board-Mitglied Jan Rupert seine Verantwortlichkeiten als Group Manufacturing Director zum 1. April 2012 abgeben, um sich anderen Aktivitäten zu widmen. Schlusslicht war im Schweizer Leitindex Actelion mit einem Minus von ebenfalls 1,6 Prozent.

KTM Power Sports (ISIN AT0000645403/ WKN 726812) hat die Einzelheiten zu der am Vorabend angekündigten Anleiheemission bekannt gegeben. Mit der geplanten Emission einer 5-jährigen Anleihe will KTM seine Finanzierungsstruktur langfristig stärken, wobei ein Transaktionsvolumen von 75 Mio. Euro angestrebt wird. Außerdem stellte der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung den Abschluss für das Geschäftsjahr 2011 fest. Demnach konnte das Ergebnis im abgelaufenen Jahr deutlich gesteigert werden. Auch der Umsatz legte prozentual zweistellig zu. Die Aktie gewann 2,2 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.525,43 (-0,19 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.488,87 (-0,23 Prozent) FTSE 100 (London): 5.854,89 (+0,16 Prozent) CAC40 (Paris): 3.476,18 (+0,11 Prozent) MIB (Mailand): 16.485,24 (+0,21 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.281,80 (-0,86 Prozent) SMI (Zürich): 6.240,33 (-0,15 Prozent) ATX (Wien): 2.179,41 (+0,29 Prozent) (23.03.2012/ac/n/m)


Quelle: ac

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