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14:04 13.06.16

Böse Vorzeichen am Fondsmarkt: Großanleger flüchten aus Anleihen - Fondsnews

Wien (www.fondscheck.de) - Institutionelle Anleger sorgten im Mai für eine Fortsetzung des Negativtrends am österreichischen Fondsmarkt, so die Experten von "FONDS professionell".

Auf der Verkaufsliste standen erneut vor allem Anleihenfonds.

Wer sich die diesjährigen Absatzstatistiken inländischer Fondsgesellschaften ansehe, habe vorwiegend rote Zahlen vor sich. Im ersten Quartal hätten Anleger nicht weniger als 1,5 Milliarden Euro an Anteilen entnommen. Im April hätten die KAGs wieder Neugeschäft verbucht. Auf eine Trendwende müssten sie jedoch warten: Die jüngste Auswertung der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften zeige erneut starke Abflüsse.

Rund 411 Millionen Euro hätten Anleger im Mai aus österreichischen Fonds - genau genommen aus Großanleger- und Spezialfonds - abgezogen. Während Publikumsfonds leichte Nettozuflüsse verzeichnet hätten, würden die Abflüsse also rein auf das Konto von institutionellen und vermögenden Anlegern gehen. Das sei deswegen bemerkenswert, weil das Anlageverhalten von Großanlegern wie Versicherungen und Pensionskassen oft als Indikator für die weitere Entwicklung gelte.

Wie in den Vormonaten auch seien vor allem Anleihenfonds verkauft worden. In den ersten fünf Monaten des Jahres hätten festverzinsliche Produkte mehr als 1,8 Milliarden Euro verzeichnet. Demgegenüber stünden kumulierte Zuflüsse von rund 200 Millionen Euro in anderen Fondskategorien. Auch das sei möglicherweise ein Signal: Nämlich, dass mit Zinserhöhungen in den kommenden Monaten zu rechnen sei. Zuflüsse habe es im Übrigen auch in Geldmarktfonds gegeben - wenn auch nur in geringem Ausmaß.

Das verwaltete Volumen sei trotz der Abflüsse im Mai leicht gestiegen - um rund 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Damit würden österreichische KAGs aktuell knapp 162,3 Milliarden Euro verwalten, was einem Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem 31. Dezember 2015 entspreche. Branchenprimus bleibe mit rund 30,8 Milliarden Euro und einem Marktanteil von rund 19 Prozent die Erste-Sparinvest, gefolgt von der Raiffeisen KAG (Marktanteil: 16,7 Prozent) und Pioneer Investments Austria (10,7). (News vom 10.06.2016) (13.06.2016/fc/n/s)



Quelle: ac


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