Deutsche Post-Aktie: Briefpreiserhöhung für 2013 beantragt
Bonn (www.aktiencheck.de) - Die Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) hat am Freitag bei der Bundesnetzagentur den jährlichen Antrag zur Genehmigung der Briefpreise für 2013 eingereicht. Dabei ist geplant, zum 1. Januar 2013 den Preis für den Standardbrief bis 20 Gramm im nationalen Versand von heute 0,55 auf 0,58 Euro zu erhöhen.
Mit diesem Schritt würde nach der letzten Preiserhöhung 1997 und einer Preissenkung 2003 zum ersten Mal seit 15 Jahren eine notwendige Anpassung an die allgemeine Kostenentwicklung erfolgen. Außerdem soll der Preis für den nationalen Maxibrief (bis 1.000 Gramm) von 2,20 auf 2,40 Euro geändert werden. Die Preise für Kompakt- und Großbriefe sowie für Postkarten sollen indes stabil bleiben. Grundlage des Antrags ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Festsetzung der Preise für ausgewählte Briefprodukte.
Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief bei Deutsche Post DHL, sieht in einem sich verändernden wirtschaftlichen Umfeld keine Alternative zu einer Portoerhöhung: "Wir erbringen seit vielen Jahren als einziges Unternehmen die flächendeckende postalische Grundversorgung für jedermann an sechs Tagen in der Woche. Unsere Qualität gilt auch im internationalen Vergleich als Maßstab. Zugleich bieten wir unseren Beschäftigten sichere Arbeitsplätze, sehr gute Tariflöhne und beispielgebende Sozialleistungen und haben in den vergangenen Jahren trotz sinkender Briefmengen bei steigenden Löhnen unsere Produktivität permanent verbessern können. Wenn wir weiterhin eine so hervorragende Qualität für unsere Kunden und attraktive Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter sichern wollen, können wir auf eine moderate Preiserhöhung nicht verzichten".
Die Aktie der Deutschen Post schloss im Xetra-Handel bei 15,42 Euro (-0,10 Prozent). Im Frankfurter Handel wird der Titel derzeit bei 15,39 Euro (-1,18 Prozent) gehandelt. (14.09.2012/ac/n/d)