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09:29 13.06.16

ETC-Handel: Anleger erwarten steigenden Goldpreis

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Während es bei vielen Rohstoffen in den vergangenen Wochen tendenziell bergauf ging - der breit gefasste Bloomberg Commodity-Index legte auf Monatssicht gut 8 Prozent zu - gaben Edelmetalle in Summe nach, so die Deutsche Börse AG.

Insbesondere Gold sei nach Ansicht von Ole Hansen von der Saxo Bank durch einen erstarkenden US-Dollar und der Angst vor einer weiteren US-Zinserhöhung in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Feinunze habe vor einem Monat noch 1.288 US-Dollar gekostet und sei derzeit für etwa 1.250 US-Dollar zu haben.

Die Bewegungen beim Goldpreis würden sich laut Carsten Schröder im Handel mit Exchange Traded Commodities, kurz ETCs, widerspiegeln. "Während wir in der zweiten Maiwoche tendenziell Gewinnmitnahmen bei Produkten wie dem Source Physical Gold (ISIN DE000A1MECS1 / WKN A1MECS) verbuchten, standen Mitte vergangenen Monats Zuflüsse im Vordergrund", berichte der Händler der Commerzbank. Ähnlich sehe die Nachfrage bei Minenprodukten wie dem hauseigenen Arca Gold Bugs (ISIN LU0488317701 / WKN ETF091) und dem ETFS DAXglobal Gold Mining (ISIN DE000A0Q8NC8 / WKN A0Q8NC). In Summe hätten Schröders Kunden in den vergangenen Wochen zugegriffen.

Marco Salaorno bestätige das Muster. "Bei Goldprodukten überwiegen unterm Strich die Käufe." Der Händler der Société Générale führe dies auf den bullishen Ausblick für Gold zurück. Aus technischer Perspektive habe das gelbe Edelmetall bislang an der Marke von 1.205 US-Dollar pro Feinunze Unterstützung erfahren, wie Hansen ausführe. Der jüngste Anstieg über 1.240 US-Dollar pro Feinunze sei ein erstes Signal dafür, dass der Boden erreicht sei. Schwache US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag hätten abermals für Aufwind gesorgt.

Neben Gold-ETCs (ISIN DE000A0N62G0 / WKN A0N62G) stünden bei den Kunden der ICF Bank Silber- (WKN A0N62F), Platin- (ISIN DE000A0N62D7 / WKN A0N62D) und Palladium-Tracker (ISIN DE000A0N62E5 / WKN A0N62E) hoch im Kurs. "In unseren Büchern überwiegen bei allen Produkten die Käufe", berichte Marcel Sattler. Ins Bild passe die Nachfrage nach Edelmetall-Körben wie dem ETFS Precious Metals-ETCs (ISIN DE000A0N62H8 / WKN A0N62H). "Hier gab es nahezu ausschließlich Zuspruch." Das Interesse an Edelmetall-Produkten habe sich nach Bekanntgabe der jüngsten US-Wirtschaftsdaten verstärkt. "Nun schauen wir mit Spannung auf die bevorstehende Abstimmung zum Brexit."

Schröder spreche dagegen von Abflüssen beispielsweise bei Edelmetall-ETCs (WKN A0W6XH). Auch Palladium sei trotz positiver Absatzzahlen der Automobilindustrie per Saldo abgestoßen worden.

Als wechselhaft beschreibe Salaorno das Interesse an marktbreiten Rohstoff-Produkten wie dem 19 Werte umfassenden db x-trackers Commodity Booster (ISIN LU0429790743 / WKN DBX0CZ) und dem iShares Diversified Commodity Swap (ISIN DE000A0H0728 / WKN A0H072), der die Wertentwicklung des Bloomberg Commodity-Indexes nachbilde. "In der gesamten vergangenen Woche dominierten bei allen Produkten die Abflüsse, diese Woche stehen Käufe im Vordergrund." Allerdings stoße der am Reuters/Jefferies Index orientierte Lyxor Commodities-ETC (WKN A0JCAF) auf reges Interesse.

Als ausgeglichen beschreibe Sattler die Bewegungen bei Ölprodukten. "Sowohl bei WTI- (ISIN DE000A0KRJX4 / WKN A0KRJX) als auch Brent-ETCs (ISIN DE000A0KRKM5 / WKN A0KRKM) hielten sich Käufe und Verkäufe in etwa die Waage." Der Händler führe dies auf das Fehlen einer Einigung über die Drosselung der Ölförderung vonseiten der OPEC zurück.

ETF Securities melde auf Wochensicht Abflüsse etwa beim ETFS Brent (ISIN DE000A0KRKM5 / WKN A0KRKM). "Bei Short-Brent-ETCs hingegen kam es zu Rekordzuflüssen in Höhe von 19,4 Millionen US-Dollar", beobachte Jan-Hendrik Hein. Der Markt befände sich seit Jahresbeginn auf der Suche nach einem Gleichgewicht, was mittlerweile beinahe zur Verdoppelung der Rohölpreise geführt habe.

Den gestrigen Anstieg beim Rohöl sehe Eugen Weinberg unter anderem im Zusammenhang mit einem neuerlichen Anschlag auf Öleinrichtungen in Nigeria und einem unerwartet kräftigen Abbau der US-Rohöllagerbestände um 3,6 Millionen Barrel. Für Schlagzeilen gesorgt hätten zudem die im Vorjahresvergleich knapp 40 Prozent höheren chinesischen Öleinfuhren im Mai. "Dieser starke Anstieg war allerdings einem Basiseffekt geschuldet, da die Ölimporte im Mai 2015 die niedrigsten im gesamten letzten Jahr waren", urteile der Rohstoffanalyst der Commerzbank. In den ersten fünf Monaten zusammen lägen die Ölimporte Chinas dennoch rund 16 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die US-Energiebehörde habe ihre Schätzungen für die US-Rohölproduktion in diesem und im nächsten Jahr indes nur marginal revidiert. Für 2016 erwarte die EIA einen Rückgang um 830.000 Barrel pro Tag, gefolgt von 420.000 Barrel pro Tag im kommenden Jahr. Die prognostizierte Ölnachfrage bewege sich mit einem Anstieg von 1,5 Millionen Barrel pro Tag für 2016 und 2017 in etwa auf dem bislang erwarteten Niveau. (Ausgabe vom 08.06.2016) (13.06.2016/fc/a/e)



Quelle: ac


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