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09:08 25.01.16

EU-Kommissar Hill will mit europäischen Dachfonds mehr Risikokapital mobilisieren - Fondsnews

München (www.fondscheck.de) - Geht es nach EU-Kommissar Hill, soll es in Zukunft leichter werden, europaweit Venture Capital zu investieren und einzuwerben. Dafür müssen auch nationale Gesetze geändert werden, so die Experten von "FundResearch".

Im angelsächsischen Sprachraum würden Bankkredite für Unternehmen eine eher untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger sei dort die Finanzierung mittels Venture Capital, Risikokapital. Wer Geld für Investitionen zur Verfügung stelle, partizipiere am Erfolg - und wenn es schlecht laufe eben auch an den Verlusten.

Venture Capital sei deshalb einerseits eine Frage der marktwirtschaftlichen Denke und Kultur. So komme vermutlich niemand im Silicon Valley ernsthaft auf die Idee, ein Startup mithilfe von festverzinslichen Krediten auf die Beine zu stellen. Es sei aber auch eine Frage der praktischen Umsetzung und der Möglichkeiten.

Dass in der Europäischen Union derzeit kaum etwas Vergleichbares möglich sei wie das Innovations-Eldorado an der US-Westküste, liege unter anderem daran, dass Risikokapital innerhalb Europas nicht so problemfrei fließen könne wie innerhalb der USA. Denn die nationalen Gesetzgebungen in der Europäischen Union seien noch nicht vollständig aufeinander abgestimmt.

Erst mit der Umsetzung der sogenannten Kapitalmarktunion, einem zentralen Baustein der europäischen Finanzintegration, sollten die Probleme aus dem Weg geräumt und der innereuropäische Kapitalmarkt harmonisiert werden. Der Aktionsplan schlage insgesamt 33 konkrete Maßnahmen vor, die unter anderem die Schaffung von mehr Anlagemöglichkeiten, eine bessere Finanzierung der Realwirtschaft, ein stärkeres und krisenfesteres Finanzsystem, eine vertiefte Finanzintegration sowie einen stärkeren Wettbewerb in der EU ermöglichen sollten.

Eine dieser Maßnahmen sei die Erleichterung von Risikokapital-Finanzierungen. Vermutlich sei es kein Zufall, dass ausgerechnet ein Brite die Aufgabe übertragen bekommen habe, die Grenzen für Venture Capital Fonds in Europa niederzureißen. EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill treibe derzeit mit Verve Maßnahmen zur Stimulierung von Risikokapital sowie zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Vertriebs von Investmentfonds voran.

In einem Schreiben an den Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments kündige Hill an, die Hindernisse zu identifizieren, die bisher noch den grenzüberschreitenden Vertrieb von Investmentfonds beeinträchtigen würden. Ein Ziel sei es beispielsweise, den Europäischen Pass zu stärken. Europäische Banken und Wertpapierunternehmen könnten damit auch in allen anderen Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums tätig werden.

Darüber hinaus wolle der EU-Finanzmarktkommissar bis zum Sommer Konzepte für einen europaweiten Risikokapital-Dachfonds (Venture Capital Fund of Funds) ausarbeiten und einen Gesetzesentwurf vorlegen, um den bestehenden EU-Rechtsrahmen für Risikokapital (EuVECA) neu zu regeln.

Für die zweite Jahreshälfte hege Hill einen eher heiklen Plan: Er wolle der EU-Kommission Insolvenzregeln vorschlagen, die die Sanierung von Unternehmen einfacher machen sollten. Damit solle Investoren finanzielles Engagement in anderen EU-Staaten erleichtert werden.

Hintergrund der Initiative: Mittelständler, deren Kreditgesuch bei ihrer Bank abgelehnt worden sei und die deshalb nach anderen Finanzierungen suchen würden, solle der Zugang zu Kapital außerhalb ihres Landes erleichtert werden.

Das Problem: Mit seinem Plan mische sich die EU in eine nationale Hoheit ein - nämlich das Insolvenzrecht.

So mangele es denn auch nicht an kritischen Stimmen zu dem Vorhaben. Das sei "sicherlich begrüßenswert", habe etwa der EU-Abgeordnete Markus Ferber gegenüber der Börsen-Zeitung gemeint. Gleichwohl habe Hills Programm "Schlagseite", kritisiere der CSU-Finanzexperte, da der Brite Kapitalmarktthemen vorantreibe und die Bankfinanzierung "stiefmütterlich" behandle. Ferber fordere Hill daher zu einer "kritischen Überprüfung überflüssiger Berichtspflichten, einem klaren Bekenntnis zum KMU Korrekturfaktor bei den Kapitalunterlegungspflichten und einem insgesamt stärkeren Fokus auf den Proportionalitätsgrundsatz in der Finanzmarktregulierung" auf. (News vom 22.01.2016) (25.01.2016/fc/n/s)



Quelle: ac


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