Dax
12.464,00
0,07%
MDax
24.628,00
0,08%
TecDax
2.066,50
0,11%
BCDI
148,45
0,00%
Dow Jones
20.763,89
1,05%
Nasdaq
5.509,38
1,24%
EuroStoxx
3.583,50
0,11%
Bund-Future
161,56
-0,58%
10:14 05.06.16

Experten: Abgas-Skandal drückt Preise von VW-Gebrauchtwagen kaum

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Abgas-Skandal hat die Preise für VW -Gebrauchtwagen Experten zufolge bislang kaum nach unten gedrückt. Die Marktforscher von DAT und Schwacke beobachten bislang keine nennenswerten Veränderungen, wie beide auf Anfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erklärten.

Volkswagen fördere den Werterhalt der Gebrauchten derzeit unter anderem mit erweiterten Garantien und zusätzlichen Servicepaketen, sagte Siegfried Trede vom Marktbeobachter DAT. "Aber auch allgemein haben sich die Preise bei VW seit September 2015 nicht negativ entwickelt", sagte Trede. Im gesamten Gebrauchtwagenmarkt sei derzeit bei den Preisen im Schnitt wenig Bewegung.

Die Entwicklung der Restwerte ist nicht nur für VW-Besitzer wichtig, die ihr Auto verkaufen wollen. Auch für viele Schadenersatzklagen gegen Händler und den Konzern sind Bewegungen der Werte wichtig. Würden die Restwerte sinken, hätten VW-Besitzer es leichter, vor Gericht einen Schaden geltend zu machen.

Auch der Fahrzeugbewerter Schwacke kann nach Angaben einer Sprecherin bislang keine Preisveränderungen bei gebrauchten VW-Modellen "über die normalen Marktschwankungen hinaus feststellen".

Das heißt allerdings nicht, dass die Preise für VW-Autos auch künftig unverändert bleiben müssen. VW hatte sich vor allem gegen Ende des Jahres mit Rabatt- und Marketingaktionen gegen einen Einbruch der Neuwagenverkäufe gestemmt. "Auf Rabatte im Neuwagengeschäft reagieren Gebrauchtwagenpreise in der Regel zeitlich versetzt", erklärt Trede. Der Marktbeobachter DAT, die Deutsche Automobil Treuhand, wird von der Branche kontrolliert und erhebt vor allem Daten zum Automarkt.

Ansgar Klein vom Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK) beobachtet dagegen Schwankungen bei den Preisen. "Die Gebrauchtwagenpreise der vom Abgas-Skandal betroffenen Modelle des VW-Konzerns sind instabil", sagte der Verbandschef. Sie seien "allerdings nicht so stark eingebrochen wie manche erwartet haben".

In Deutschland sind rund 2,4 Millionen Dieselwagen aus dem VW-Konzern von den Manipulationen bei Abgaswerten betroffen. Am Freitag gab das Unternehmen bekannt, dass das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nun den Rückruf von mehr als 800 000 manipulierten Diesel-Fahrzeugen gestattet habe. Zuvor hatten nur wenige Modelle umgerüstet werden können. Bis Ende des Jahres will der Autobauer die Rückrufaktion über die Bühne bringen, jedoch zweifeln selbst VW-Händler daran, dass der Termin zu halten ist.

Die Preisentwicklung bei VW-Gebrauchtwagen hänge stark mit dem Vertrauen der Käufer in den Konzern zusammen, alle Mängel beseitigen zu können. "Dies betrifft in erster Linie den Erhalt der Zulassungsfähigkeit sowie die Aspekte Kraftstoffverbrauch und Motorleistung", erklärt BVfK-Chef Klein. "Dieses Vertrauen schwindet oder stabilisiert sich je nach Nachrichtenlage. Dementsprechend bewegen sich die Preise abwechselnd auf Berg- oder Talfahrt."

Auf mittlere Sicht hat die Dieselkrise aber aus Sicht des Branchenexperten Benjamin Kibies kaum Einfluss auf den Handel mit VW-Gebrauchtwagen gehabt. Die Zahl der Eigentümerwechsel sei bei gebrauchten VW stabil geblieben, sagt der Analyst vom Marktforscher Dataforce: "Es gibt auch keine besondere Diskrepanz bei den Kraftstoffarten, die Hinweise darauf geben, dass VW-Pkw mit Dieselantrieb schwer verkäuflich sind."

Bei den Neuwagenverkäufen sieht das allerdings anders aus - hier verliert VW in Deutschland deutlich Marktanteile. Bis Ende Mai sank die Zahl der Neuzulassungen bei der Marke VW um 1,8 Prozent, während die Gesamtzahl der Neuzulassungen in Deutschland um 6,8 Prozent zulegte. Bei der VW-Oberklassetochter Audi , die auch von den Manipulationen betroffen ist, sieht das Bild dagegen anders aus: Die Ingolstädter brachten im Jahresverlauf bislang 15,8 Prozent mehr Autos auf die Straße als im Vorjahr./fri/DP/fbr



Quelle: dpa


Hier geht's zur Aktien-Startseite

News und Analysen

06:40 Uhr Sachsen-Anhalt: Verdi stimmt Beschäftigte im Großhandel auf Tarifrunde ein
06:37 Uhr WDH: Chiphersteller Hynix mit Quartalsergebnis in Rekordhöhe
06:30 Uhr DGAP-News: AURELIUS verkauft Kompressorenhersteller SECOP an Nidec-Gruppe und verdoppelt Dividende...
06:30 Uhr GNW-News: SolarWinds Database Performance Analyzer mit Unterstützung für Microsoft Azure...
06:05 Uhr TAGESVORSCHAU: Termine am 25. April 2017
06:05 Uhr WOCHENVORSCHAU: Termine bis 1. Mai 2017
05:49 Uhr Streit ums virtuelle Erbe: Gericht beschäftigt sich mit Facebook-Daten
05:49 Uhr HANNOVER: Industriemesse nimmt die Zulieferindustrie in den Fokus
05:49 Uhr EWE-Aufsichtsrat berät über Bilanz, Brückmann und Korruptionsvorwürfe
05:49 Uhr Sekthersteller Rotkäppchen-Mumm zieht Bilanz für 2016
05:49 Uhr Motorsägenhersteller Stihl wächst kräftig und sucht Mitarbeiter
05:49 Uhr Schlecker-Prozess: Zeugen sollen Einblick in Geschäftsgebaren geben
05:49 Uhr Streit ums virtuelle Erbe: Muss Facebook Daten von Toter freigeben?
05:40 Uhr ROUNDUP/Umweltamt: Euro-6-Diesel reißen Stickoxid-Grenzwert um Vielfaches
05:39 Uhr ROUNDUP: Le Pen legt vorübergehend Vorsitz der Front National nieder
05:38 Uhr ROUNDUP: Sozialwahl startet - Millionen Versicherte können Stimme abgeben
05:37 Uhr Thyssenkrupp-Betriebsrat verlangt Hilfe von Ministerpräsidentin Kraft
05:35 Uhr Pressestimme: 'Der neue Tag' zu Seehofer
05:35 Uhr Pressestimme: 'Darmstädter Echo' zu Industrie 4.0
05:35 Uhr Pressestimme: 'Sächsische Zeitung' zu Frankreich
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 7945

Titel aus dieser Meldung

0,04%
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Apple-Abhängigkeit zu groß?
  • Was bedeutet der Absturz?
  • Was kommt als Nächstes?
Volltextsuche
Nachrichtensuche

Performance: Dax-Aktien 2017 im 1.Quartal 2017

Platz: 30
Unternehmen: BMW
Von 88,81auf 85,50 Euro
Performance: -3,73%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im boerse.de-Aktienbrief, den Sie hier gerne anfordern können...
Einführung in die Börsenzyklen
Einführung in die Börsenzyklen
Die Kenntnis der Börsenzyklen ist eine mächtige Waffe im Arsenal eines jeden Anlegers oder Analysten. Das vielleicht bekannteste Börsensprichwort überhaupt „Sell in May and go away“ basiert beispielsweise auf den Börsenzyklen. Im neuen boerse.de-Wissensbereich stellen wir Ihnen die Börsenzyklen vor.