12:52 30.07.12 Nippon Steel rutscht wieder in die Verlustzone
TOKIO (dpa-AFX) - Der größte japanische Stahlkonzern Nippon Steel
ist wegen des Preisdrucks in der Branche und der Yen-Stärke im vergangenen Quartal wieder in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 87,5 Milliarden Yen (905 Mio Euro), wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vor einem Jahr hatte es noch 29,1 Milliarden Yen verdient. Nippon Steel hatte bereits in seinem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2011/12 rote Zahlen geschrieben, allerdings von Januar bis März die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Nun setzte der neuerliche Preisverfall dem Konzern wieder zu.
Auch der bisherige Konkurrent Sumitomo Metal, mit dem sich Nippon Steel im Oktober zusammenschließt, schrieb im abgelaufenen Quartal einen Verlust. Nach einem Überschuss von 3,3 Milliarden Yen vor einem Jahr stand diesmal ein Fehlbetrag von 20 Milliarden Yen zu Buche.
Beide Unternehmen hoffen aber auf eine leichte Trendwende im Sommer und schwarze Zahlen im laufenden Quartal. Für das gesamte erste Geschäftshalbjahr stellte Nippon Steel einen Verlust von 85 Milliarden Yen in Aussicht, Sumitomo von 8 Milliarden.
Auch Rivale Kobe Steel schrieb zuletzt rote Zahlen. Den japanischen Stahlherstellern macht neben der globalen Nachfrageschwäche zusätzlich die Stärke des Yen zu schaffen, die die Exportchancen beeinträchtigt.
Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal und der südkoreanische POSCO-Konzern mussten im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die deutschen Stahlhersteller ThyssenKrupp und Salzgitter sind Mitte August mit ihren Zwischenbilanzen an der Reihe. Salzgitter hatte bereits Ende Juni angekündigt, dass die Stahlsparte in diesem Jahr voraussichtlich rote Zahlen einfährt. Bei ThyssenKrupp wird im europäischen Stahlbereich ab August kurz gearbeitet./enl/men/kja
Quelle: dpa
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