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13:23 31.07.12

Nord Stream legt Umweltbericht für Ostseepipeline vor

LUBMIN (dpa-AFX) - Der Bau der Ostseepipeline hat nach Einschätzung des Bau- und Betreiberkonsortiums Nord Stream bisher geringe Auswirkungen auf die Umwelt verursacht. Die den Behörden im Juli 2012 vorgelegten Untersuchungen hätten ergeben, dass es auch im zweiten Verlegejahr, 2011, keine messbaren Störungen von Seevögeln und Schweinswalen in der Pommerschen Bucht gegeben habe, sagte Nord-Stream-Umweltmanager Jan Kube während einer Überwachungsfahrt am Dienstag auf dem Greifswalder Bodden. Umweltschützer übten dagegen Kritik.

Auch die Wiederherstellung des Meeresboden im Bereich der Rohrgräben wurde von Nord Stream als positiv bewertet. Es seien keine "nennenswerten Mengen" von im Meeresboden abgelagerten Schadstoffen freigesetzt worden. Pflanzen und Tiere hätten begonnen, die vom Bau betroffenen Flächen an Land und See wieder zu besiedeln. Das gesetzlich vorgeschriebene Umweltmonitoring-Programm beurteilt die Auswirkungen auf die Umwelt während des Baus und der Betriebsphase.

Der Umweltverband WWF sieht das Nord Stream-Engagement nüchtern. Einige Schäden, wie die Zerstörung der Boddenrandschwelle durch die Pipelinequerung seien irreversibel, sagte der Leiter des WWF-Ostseebüros, Jochen Lamp, der dpa. Mit dem Umweltmonitoring-Programm leiste Nord Stream nur das, was gesetzlich vorgeschrieben sei.

An der Ostseepipeline sind neben dem Mehrheitseigentümer, der russischen Gazprom (51 Prozent), die beiden deutschen Energieunternehmen Eon und Wintershall (jeweils 15,5 Prozent) sowie Gasunie aus den Niederlanden sowie die französische GDF Suez (je 9 Prozent) beteiligt./DP/nmu



Quelle: dpa

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