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18:07 10.07.12

Ölpreise deutlich gefallen - Streik-Ende in Norwegen belastet

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag mit Kurverlusten auf das Ende des Streiks im Förderland Norwegen reagiert. Am frühen Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August-Lieferung 98,82 US-Dollar. Das waren 1,51 Dollar weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) sank um 78 Cent auf 85,25 Dollar.

Als Hauptursache für die Preisabschläge gilt das Streik-Ende in Norwegen. Kurz bevor die Ölindustrie ihre Ankündigung umsetzen konnte, die Arbeiter auszusperren, hatte die Regierung den seit gut zwei Wochen andauernden Streik kurzerhand für beendet erklärt. "Eine Aussperrung hätte die komplette Ölproduktion des achtgrößten Ölexportlandes von bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag lahmgelegt", sagte Commerzbank-Experte Eugen Weinberg.

Zudem wurden die Ölpreise durch den deutlich gestiegenen US-Dollar belastet. So war der Eurokurs auf ein neues Zweijahrestief von 1,2235 Dollar gefallen. Ein steigender US-Dollar macht Rohöl für Anleger aus anderen Währungsräumen attraktiver.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat sich kaum verändert. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 96,92 Dollar. Das war lediglich ein Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/he



Quelle: dpa

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