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Ölpreise geben erneut nach - Dollar-Stärke und Brexit-Angst belasten

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag deutlich unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am späten Nachmittag 47,39 US-Dollar. Das waren 1,59 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 1,66 Dollar auf 46,35 Dollar.

Der erneut deutliche gestiegene Dollar-Kurs belastete im Nachmittagshandel die Ölpreise. Der drohende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) treibt die Anleger aus Europa in den Dollar-Raum. Ein stärkerer Dollar macht Rohöl für Interessanten aus anderen Währungsräumen teurer. Zudem stellt der Brexit auch ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung dar. So warnte US-Notenbankchefin Janet Yellen am Mittwochabend vor Gefahren für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte. Ein schwächeres Wachstum würde auch die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.

Sollten die Ölpreise am Donnerstag die Verluste halten, dann wären die Preise sechs Tage in Folge gefallen. Dies wäre die längste Verluststrecke seit Februar. Am Markt wird der aktuelle Rückgang der Ölpreise auch mit der Entwicklung in Kanada erklärt. Nach verheerenden Waldbränden in wichtigen Ölfördergebieten des Landes wird erwartet, dass die Fördermenge in diesem Monat wieder erhöht wird.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist weiter gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 45,36 Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 28 Cent weniger als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./jsl/bgf/jha/



Quelle: dpa


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