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Ölpreise sinken - Stärkerer US-Dollar belastet

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Händler erklärten den Preisdruck mit einer stärkeren Risikoaversion der Anleger und einem Anstieg der Zahl der Bohrlöcher in den USA. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete im Mittagshandel 50,10 US-Dollar. Das waren 44 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 55 Cent auf 48,52 Dollar.

Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten die fallenden Ölpreise unter anderem mit einem deutlichen Anstieg der Risikoaversion an den Finanzmärkten, ausgehend von einer wachsenden Sorge vor einem EU-Austritts Großbritanniens (Brexit). Die Investoren suchen vergleichsweise sichere Anlagen wie zum Beispiel den US-Dollar, der in den vergangenen Handelstagen deutlich zugelegt hatte. Eine stärkere US-Währung macht Rohöl außerhalb des Dollarraums teurer und bremst so die Nachfrage.

Außerdem drückt ein Anstieg der Ölfördereinrichtungen in den USA auf die Ölpreise. Nachdem die Preise in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen waren, nimmt die Zahl der Ölfördereinrichtungen wieder zu. Nach Angaben der Ausrüsterfirma Baker Hughes vom vergangenen Freitag ist die Zahl der Bohrlöcher in den USA in der vergangenen Woche um drei auf 328 gestiegen. Ein Anstieg deute auf ein höheres Angebot hin und belaste die Ölpreise, hieß es aus dem Handel.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist zuletzt kräftig gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 47,05 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren 97 Cent weniger als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/jsl/fbr



Quelle: dpa


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