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Ölpreise sinken erneut - Längste Verlustphase seit vier Monaten

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gefallen. Mit dem fünften Verlusttag in Folge sprechen Händler von der längsten Verlustphase seit vier Monaten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Mittag 49,19 US-Dollar. Das waren 64 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 44 Cent auf 48,05 Dollar.

Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten den Preisrückgang mit einer hohen Risikoaversion der Anleger. Am Markt hatten sich die Sorgen vor einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zuletzt verstärkt. Eine neue Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA) konnte den erneuten Preisrückgang nicht verhindern. Die IEA hatte den Bedarf für Öl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) in diesem Jahr um 300 000 auf 32,5 Millionen Barrel pro Tag nach oben revidiert.

Händler erklärten den erneuten Rückgang der Ölpreise außerdem mit der Aussicht auf steigende US-Ölreserven. Am Vorabend hatte das private American Petroleum Institute (API) einen spürbaren Zuwachs der US-Ölvorräte gemeldet. Demnach seien die Lagerbestände in der vergangenen Woche um 1,16 Millionen Barrel gestiegen. Die US-Regierung wird ihre offiziellen Daten zu den US-Ölreserven am Nachmittag veröffentlichen. Steigende Lagerbestände können ein Hinweis auf eine sinkende Nachfrage oder ein höheres Angebot sein und belasten die Ölpreise.

Der Preis für Opec-Rohöl fiel zuletzt ebenfalls weiter zurück. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 45,64 US-Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 61 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/bgf/das



Quelle: dpa


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