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11:00 03.06.16

Optionsscheine auf Volkswagen: Der Auftakt ist gemacht - Optionsscheineanalyse

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL3GZQ5 / WKN DL3GZQ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000XM7HY32 / WKN XM7HY3) der Deutschen Bank auf die Vorzugsaktie des Automobilherstellers Volkswagen AG (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) vor.

Der im vergangenen Jahr aufgedeckte "Abgas-Skandal" dürfte Volkswagen noch eine ganze Weile beschäftigen und im Zuge verschiedener Schadenersatzansprüche oder Rückrufaktionen zu weiteren Kosten führen. Inzwischen scheinen Investoren jedoch immer mehr auch an das Leben des Wolfsburger Automobilkonzerns nach "Dieselgate" zu denken, so die Experten.

Schließlich habe sich die im deutschen Leitindex DAX gelistete Volkswagen-Vorzugsaktie etwas von ihrem zwischenzeitlichen Tief erholen können. Obwohl der "Abgas-Skandal" im Geschäftsjahr 2015 für einen Rekordverlust und im Auftaktquartal 2016 für einen deutlichen Gewinnrückgang im Vorjahresvergleich gesorgt habe, scheine sich auf Investorenseite so langsam die Erkenntnis durchzusetzen, dass VW auf gutem Wege sei, die Krise hinter sich zu lassen. Dabei habe auch ein weiteres Erfolgsergebnis geholfen. Schließlich habe das Unternehmen im ersten Quartal 2016 mehr Autos verkaufen als der japanische Konkurrent Toyota und sich damit als weltgrößter Automobilkonzern bezeichnen können. Abgesehen davon seien die jüngsten Geschäftsergebnisse jedoch von den finanziellen Auswirkungen des "Abgas-Skandals" bestimmt worden.

Laut Unternehmensangaben vom 31. Mai sei der Nettogewinn um 19,3 Prozent auf 2,37 Mrd. Euro gefallen. Die konzernweiten Umsatzerlöse seien um 3,4 Prozent auf 50,96 Mrd. Euro geschrumpft. Im Gegensatz dazu habe das operative Ergebnis um 3,4 Prozent auf 3,44 Mrd. Euro gesteigert werden können. Als Erfolg habe Volkswagen auch die Rückkehr in die Gewinnzone bei der Kernmarke VW verbucht, nachdem dort im Schlussquartal 2015 noch ein Verlust zu Buche gestanden habe. Allerdings bereite die Kernmarke, genauso wie das wichtige China-Geschäft, der Konzernführung weiterhin Kopfzerbrechen.

Während die Marke Volkswagen Pkw in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Volumen- und Umsatzrückgang habe ausweisen müssen, sei die in der Autobranche viel beachtete operative Marge von 2,0 auf 0,3 Prozent gefallen. Darüber hinaus habe VW beim anteiligen operative Ergebnis der chinesischen Joint Ventures einen Rückgang von 1,6 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,2 Mrd. Euro verbucht. Zudem müssten die weltweiten Automobilhersteller ohnehin seit geraumer eine weitere Abschwächung des wichtigsten Automarktes der Welt befürchten.

Obwohl Volkswagen zu Jahresbeginn 2016 mit einigen Herausforderungen habe fertig werden müssen, hätten die Wolfsburger die Ziele für das Gesamtjahr jedoch bestätigen können. Zwar rechne das Unternehmen damit, dass die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um bis zu 5 Prozent zurückgehen könnten, allerdings werde die operative Rendite bei 5,0 und 6,0 Prozent gesehen. Im Bereich Pkw solle die operative Rendite trotz eines möglicherweise merklichen Umsatzrückgangs sogar in einer Spanne von 5,5 bis 6,5 Prozent liegen. Weitere Nachrichten in Bezug auf Schadenersatzforderungen und Kosten für Rückrufe sowie ein deutlicher Rückgang des chinesischen Wirtschaftswachstums könnten jedoch immer noch für negative Überraschungen sorgen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Volkswagen-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,58, die Knock-Out-Schwelle bei 103,30 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,42; Knock-Out-Schwelle bei 165,35 Euro) auf fallende Kurse der VW-Aktie setzen. (Stand vom 02.06.2016) (03.06.2016/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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