Dax 10704.0 1.81%
MDax 20724.0 0.84%
TecDax 1702.5 0.98%
BCDI 128.4 -0.27%
Dow Jones 19215.74 0.24%
Nasdaq 4772.08 0.72%
EuroStoxx 3057.5 1.44%
Bund-Future 160.51 -0.38%

NEOVACS NOM. Aktie

Typ: Aktie
WKN: A1CVKR
ISIN: FR0004032746
zur Watchlist zum Portfolio Aktien-Report
10:01 21.06.16

Original-Research: Neovacs S.A. (von GBC AG): Kaufen

Original-Research: Neovacs S.A. - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu Neovacs S.A.

Unternehmen: Neovacs S.A. ISIN: FR0004032746

Anlass der Studie: Researchstudie (Initial Coverage) Empfehlung: Kaufen Kursziel: 2,90 Euro Kursziel auf Sicht von: Ende GJ 2016 Letzte Ratingänderung: Analyst: Cosmin Filker; Felix Gode, CFA

Innovativer Ansatz zur Behandlung nicht heilbarer Autoimmunerkrankungen; Kurzfristige Potenziale durch Fast-Track-Zulassung möglich

Das in Frankreich ansässige Biotechnologieunternehmen Neovacs S.A. fokussiert sich auf die Entwicklung so genannter Kinoide, welche für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen sowie entzündlichen Erkrankungen verwendet werden. Innerhalb der selbst entwickelten Kinoid-Plattform ist das Interferon Alpha-Kinoid (IFN-Kinoid) am weitesten in der klinischen Zulassung für die beiden Indikationsbereiche SLE (Systemischer Lupus Erythematodes) sowie DM (Dermatomyositis) fortgeschritten. Ein mögliches Upsidepotenzial ergibt sich aus weiteren, in der präklinischen Entwicklung befindlichen Produkten auf Basis der Kinoid-Technologie, womit Autoimmunerkrankungen sowie Tumore adressiert werden können.

Es wird davon ausgegangen, dass beiden Autoimmunerkrankungen SLE und DM eine Fehlregulierung des Zytokins IFN zugrunde liegt. Die Neovacs- Technologie adressiert IFN, mit dem Ziel, die Überproduktion von IFN zu neutralisieren, um damit das Immunsystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Mit dem Neovacs-Kinoid kann dabei, ohne Zugabe fremder Antikörper, eine sehr zielgenaue Immunantwort ausgelöst werden. Dabei wurde in den bisherigen Studien sowohl eine hohe Wirksamkeit als auch das Fehlen von Abstoßungsreaktionen (kein Wirkungsverlust) beobachtet. Beim einzigen derzeit für die Behandlung von SLE zugelassenen Arzneimittel Belimumab (Handelsname Benlysta(R)) wird der Zusatznutzen für den vergleichsweise teuren Wirkstoff in Frage gestellt. Darüber hinaus wurden lebensgefährliche Nebenwirkungen beobachtet.

Der Neovacs-Wirkstoff wird derzeit im Rahmen einer klinischen Studie IIb (SLE) in 19 Ländern (Europa, Asien, Lateinamerika, USA) an 178 Patienten untersucht. Wir rechnen mit den ersten Ergebnissen in Sommer 2017. Parallel hierzu wurde für den südkoreanischen Markt eine Lizenzvereinbarung mit Chong Kun Dang (CKD) Pharmaceutical Corp. abgeschlossen. In Südkorea ist die Chance hoch, dass SLE als eine seltene Erkrankung (Orphan Disease) eingestuft wird, womit eine schnellere Marktzulassung unter Weglassen der zeit- und kostenintensiven Studienphase III möglich wäre. Beim von einer deutlich geringeren Prävalenz geprägten Indikationsbereich DM ist ein weltweiter Orphan Disease-Status möglich, weswegen wir hier mit einer schnelleren globalen Marktzulassung rechnen. In 2016 soll hier eine klinische Studienphase I/IIa begonnen werden.

Wir rechnen mit der erstmaligen Erzielung von Vermarktungsumsätzen im Jahr 2018 (SLE - Südkorea). Nachdem wir für das Jahr 2020 mit der Marktzulassung für den Indikationsbereich DM rechnen, dürfte eine globale Vermarktung im Indikationsbereich SLE ab dem Geschäftsjahr 2022 erfolgen. Wir unterstellen konservativ zunächst einen geringen Marktanteil. Grundsätzlich sollte das IFN-Kinoid insbesondere vor dem Hintergrund der fehlenden Medikation bei den unheilbaren Erkrankungen SLE und DM eine hohe Aufmerksamkeit und damit ein hohes Nachfragepotenzial generieren.

Im Rahmen des DCF-Bewertungsmodells haben wir einen fairen Wert von 2,90 EUR je Aktie ermittelt und vergeben, ausgehend vom aktuellen Kursniveau in Höhe von 0,86 EUR, das Rating KAUFEN. Wir haben das noch bestehende Vermarktungsrisiko von Phase-II-Produkten durch einen Bewertungsabschlag in Höhe von 77,2 % berücksichtigt. Im Rahmen einer Metaanalyse wurde dabei festgestellt, dass 77,2 % der Arzneimittel in einer Studienphase-II die Marktzulassung nicht erreichen. Sobald ein klinischer Fortschritt verzeichnet wird, werden wir den Risikoabschlag entsprechend reduzieren.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/13971.pdf

Kontakt für Rückfragen Jörg Grunwald Vorstand GBC AG Halderstraße 27 86150 Augsburg 0821 / 241133 0 research@gbc-ag.de ++++++++++++++++ Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach §34b Abs. 1 WpHG und FinAnV Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,5b,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm +++++++++++++++

-------------------übermittelt durch die EQS Group AG.-------------------

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.



Quelle: dpa


Hier geht's zur Aktien-Startseite

Anzeige

Deutsche Bank X-markets: Alle Derivate
Volltextsuche
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Gefahr durch Referendum in Italien?
  • Überraschender Gewinn im dritten Quartal!
  • Ist die Aktie jetzt ein Schnäppchen?
Nachrichtensuche

Performance Dax-Aktien 3. Quartal 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 9,10 auf 6,30 Euro
Performance: -30,77%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, den Sie hier gerne anfordern können...
Wie defensive Investments alle anderen schlagen
Wie defensive Investments alle anderen schlagen
Eine bekannte Börsenweisheit besagt, Anleger sollen Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Doch viele Börsianer wissen, wie schwer es ist, diesen Leitspruch in der Praxis umzusetzen. Dabei lässt sich dieses Prinzip ganz einfach anwenden – mit defensiven Aktien. Denn der Erfolg defensiver Investments funktioniert nach genau diesem Schema.