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Kuka Aktie

Typ: Aktie
WKN: 620440
ISIN: DE0006204407
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12:36 16.06.16

ROUNDUP 2: Chinesen machen Offerte für Kuka offiziell - Vorstand prüft

(Neu: mehr Details, aktueller Kurs)

AUGSBURG (dpa-AFX) - Nun hat es Kuka schwarz auf weiß: Der chinesische Haushaltsgerätehersteller Midea hat ein offizielles Übernahmeangebot für den Roboterbauer vorgelegt. Die Chinesen wollen ihren Anteil an dem Augsburger Unternehmen signifikant ausbauen, auf über 30 Prozent. Wie groß der Anteil von Midea am Ende wirklich sein wird, hängt davon ab, wie viele Aktionäre ihre Anteilsscheine abgeben wollen. Spekulationen, der schweizerische Industriekonzern ABB prüfe eine Gegenofferte, blieben bisher unkommentiert.

Midea bietet wie bereits bekannt 115 Euro je Aktie und bewertet das Unternehmen demnach mit knapp 4,6 Milliarden Euro. Die im MDax notierte Aktie legte bis zum Mittag um mehr als zwei Prozent zu und war damit der stärkste Wert im schwächelnden Index. Die Annahmefrist läuft bis zum 15. Juli, 24 Uhr. Midea bekräftigte, es solle kein Beherrschungsvertrag abgeschlossen und Kuka auch nicht von der Börse genommen werden. "Wir wollen das Wachstum von Kuka fördern und gemeinsam das große Wachstumspotenzial des chinesischen Marktes erschließen", sagte Midea-Chef Paul Fang laut Mitteilung.

MIDEA: FESTLEGUNG AUF OBERGRENZE RECHTLICH NICHT MÖGLICH

Zu Berichten, Midea begnüge sich auf Druck der Bundesregierung mit einem Maximum von 49 Prozent der Aktien, sagte eine Midea-Sprecherin, rein rechtlich sei die Festlegung einer solchen Obergrenze nicht möglich. Midea hält bereits über zehn Prozent der Kuka-Aktien.

Kuka hatte sich bisher offen für das Ansinnen der Chinesen gezeigt. Das konkrete Angebot will der Vorstand prüfen und spätestens in zwei Wochen eine Stellungnahme abgeben. "Wir werden nun Verhandlungen mit Midea aufnehmen. Entscheidend wird sein, dass wir am Ende einen verbindlichen Vertrag in der Hand halten, der die Interessen unseres Unternehmens, unserer Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter langfristig absichert", sagte Kuka-Chef Till Reuter. Unter anderem geht es um den Schutz der Arbeitsplätze, den Firmensitz und die Sicherheit sensibler Kundendaten. Nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld strebt Kuka an, die sonst in solchen Verträgen übliche Absicherung für drei bis fünf Jahre deutlich auszudehnen.

KUKA: MÖGLICHES ABB-ANGEBOT WÜRDE GEPRÜFT WIE JEDES ANDERE

Berichte über ein mögliches Gegenangebot von ABB wollte Kuka nicht kommentieren. Sollte es zu einem Angebot der Schweizer kommen, so werde es geprüft wie jedes andere auch, sagte eine Sprecherin. Größter Anteilseigner ist bislang die Voith-Gruppe aus Heidenheim mit 25,1 Prozent. "Wir haben die Veröffentlichung der Angebotsunterlage zur Kenntnis genommen", hieß es bei Voith. "Voith wird das Angebot nun eingehend und sorgfältig prüfen. Sollte es Neuigkeiten geben, werden wir uns äußern."

Kuka hat China als größten Wachstumsmarkt für Roboter- und Automationstechnik schon länger im Blick und weitet seine Präsenz dort aus. Der Umsatz auf dem Markt soll sich bis 2020 auf eine Milliarde Euro mehr als verdoppeln. Zudem könnte Kuka möglicherweise mit zusätzlicher Finanzkraft aus China seine Ziele zur Digitalisierung und Vernetzung der Produktion besser umsetzen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die gesamte Industrie unter dem Schlagwort "Industrie 4.0" ausgerufen hat./nmu/stw/stb



Quelle: dpa


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