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Kion Group Aktie

Typ: Aktie
WKN: KGX888
ISIN: DE000KGX8881
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14:01 21.06.16

ROUNDUP 2: Gabelstapler-Hersteller Kion baut mit Milliarden-Zukauf Geschäft aus

(Neu: Aussagen aus Interview mit dem Vorstand, aktualisierter Kurs)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Gabelstapler-Hersteller Kion will mit einem milliardenschweren Zukauf sein Geschäft vor allem in den USA deutlich ausbauen. Kion werde für den Automatisierungs- und Lieferkettenspezialisten Dematic abzüglich Verbindlichkeiten wie etwa Pensionsverpflichtungen voraussichtlich einen Kaufpreis von etwa 2,1 Milliarden US-Dollar (1,85 Mrd Euro) zahlen, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag in Wiesbaden mit. Dabei geht Kion von einem Unternehmenswert von 3,25 Milliarden Dollar aus. Die Übernahme soll im vierten Quartal abgeschlossen sein.

Dematic kam mit knapp 6000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Dollar, wovon 166 Millionen Dollar als bereinigter operativer Gewinn übrig blieben. Verkäufer sind die Finanzinvestoren AEA Investors und Ontario Teachers' Pension Plan. Kion selbst setzte 2015 mit rund 23 500 Mitarbeitern rund 5,1 Milliarden Euro um. Die Kion-Aktie gab im Nachmittagshandel wegen der Aussichten auf eine anstehende Kapitalerhöhung um über 6 Prozent nach.

KAPITALERHÖHUNG GEPLANT

Der Zukauf werde zunächst durch einen Brückenkredit über drei Milliarden Euro finanziert, der von einer Gruppe von Banken fest zugesagt worden sei. Dauerhaft solle die Übernahme dann durch Eigenkapital sowie langfristige Kapitalmarktschulden und Bankenkredite refinanziert werden. Zudem plant Kion eine Kapitalerhöhung, an der auch der chinesische Großaktionär Weichai Power teilnehmen wird. Kion werde zehn Prozent neue Aktien noch vor dem Abschluss der Übernahme ausgeben, sagte Finanzchef Thomas Toepfer der Finanz- Nachrichtenagentur dpa-AFX. Einen genauen Termin gebe es aber noch nicht. Dieser sei von dem Börsenumfeld abhängig.

"Durch den Zukauf wandelt sich Kion vom reinen Produktanbieter zu einem Unternehmen der Industrie 4.0, wo die Prozesse zunehmend digitalisiert und vernetzt werden", sagte Unternehmenschef Gordon Riske im Gespräch. Kion könne mit Dematic neben manuell betriebenen Gabelstaplern und fahrerlosen Transportsystemen nun auch vollautomatisierte Lagersysteme anbieten. "Wir sind damit auch Helfer für Amazon", fügte er hinzu. Dematic stelle unter anderem automatisierte Lager für den Online-Händler zur Verfügung.

FRÜHER TEIL VON SIEMENS

Neben dem Ausbau des Geschäfts sieht Toepfer mit dem Milliarden-Zukauf auch Einsparpotenzial. Es gebe eine Reihe von Synergie-Möglichkeiten, sagte er. Unter anderem werde Kion von dem Dematic-Vertriebsnetz in Nordamerika profitieren. Zudem könnten Kosten durch ein einheitliches IT-System in den Verwaltungen sowie einer Bündelung des Einkaufs gesenkt werden. Der Finanzchef rechnet mit Synergien in Höhe von ein bis zwei Prozent des Dematic-Umsatzes. Diese werde Kion in zwei bis drei Jahren nach der Übernahme heben. Einen Arbeitsplatzabbau werde es nicht geben, da beide Unternehmen wachsen würden. Im Gegenteil, es seien neue Stellen geplant.

Dematic, die 1819 gegründete wurde, ist vor allem durch Zusammenschlüsse gewachsen. So gehörte Dematic unter anderem mehr als zwei Jahrzehnte zum Mannesmann-Konzern, der seine Tochter im Jahr 2000 an Siemens verkaufte. Die Münchener gliederten den Bereich ein paar Jahre später aus und veräußerten das Unternehmen an die Private-Equity-Firma Triton, die den Spezialisten für Lieferketten-Automatisierung wiederum an die jetzigen Eigentümer weiterverkaufte. Der Firmensitz ist in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, die größte deutsche Niederlassung befindet sich im hessischen Heusenstamm./mne/men/stb



Quelle: dpa


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