Dax 11610.5 -0.16%
MDax 22612.0 0.00%
TecDax 1834.25 -0.05%
BCDI 136.57 0.00%
Dow Jones 19827.25 0.48%
Nasdaq 5062.96 0.22%
EuroStoxx 3298.5 0.35%
Bund-Future 162.51 -0.33%
12:04 18.05.16

ROUNDUP: Aktionäre entscheiden erst nach 'Brexit'-Referendum über Börsenfusion

FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX) - Die Entscheidung der Aktionäre über den geplanten Zusammenschluss der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) fällt erst nach dem britischen Referendum über einen EU-Austritt. Der Frankfurter Marktbetreiber kündigte am Mittwoch an, er wolle seinen Anteilseignern im Juni das offizielle Umtauschangebot vorlegen. Die Aktionäre des Dax -Konzerns können dieses dann mehrere Wochen prüfen, enden wird die Annahmefrist voraussichtlich im Juli.

Die LSE-Eigentümer stimmen in einer außerordentlichen Aktionärsversammlung ab, die für Juli geplant ist. Genaue Termine nannten die Konzerne nicht. Beide Seiten müssen mit mindestens Drei-Viertel-Mehrheit für die Fusion stimmen, sonst scheitert der Zusammenschluss der Börsenbetreiber auch im dritten Anlauf.

Die Briten entscheiden am 23. Juni über die EU-Mitgliedschaft ihres Landes. Die beiden Börsenbetreiber hatten stets betont, auch bei einem möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") an den Fusionsplänen festhalten zu wollen.

Ursprünglich hatten die Unternehmen erwogen, ihre Anteilseigner noch vor dem Referendum über den milliardenschweren Zusammenschluss abstimmen zu lassen. Dies sollte dem Vernehmen nach mögliche Konkurrenten unter Zeitdruck setzen. So hatte etwa der US-Börsenbetreiber ICE eine Gegenofferte für die LSE erwogen, dann aber vor zwei Wochen sein Interesse offiziell aufgegeben.

In Deutschland hat nun zunächst die Finanzaufsicht Bafin das Wort, die das Angebot zum Tausch bestehender Aktien der Deutschen Börse in Papiere der neuen gemeinsamen Dachgesellschaft genehmigen muss. Als Sitz der Holding ist London vorgesehen, die Frankfurter sollen gut 54 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten. Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter soll die neue europäische Super-Börse führen, die auf mehr als 25 Milliarden Euro Marktwert kommen würde.

Die beiden Konzerne streben an, den Zusammenschluss Ende 2016 oder spätestens im ersten Quartal 2017 zum Erfolg zu führen. Außer den Aktionären müssen noch zahlreiche Behörden zustimmen./enl/ben/DP/stb



Quelle: dpa


Hier geht's zur Aktien-Startseite

Titel aus dieser Meldung

Dax
0,22%
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Trump-Aussagen belasten nur kurz!
  • Absatzzahlen auf Rekord-Niveau!
  • Ist die Aktie jetzt noch fair bewertet?
Volltextsuche
Nachrichtensuche

Performance: Dax-Aktien 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 8,93 auf 6,79 Euro
Performance: -24,90%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick, den Sie hier gerne anfordern können...
Wie defensive Investments alle anderen schlagen
Wie defensive Investments alle anderen schlagen
Eine bekannte Börsenweisheit besagt, Anleger sollen Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Doch viele Börsianer wissen, wie schwer es ist, diesen Leitspruch in der Praxis umzusetzen. Dabei lässt sich dieses Prinzip ganz einfach anwenden – mit defensiven Aktien. Denn der Erfolg defensiver Investments funktioniert nach genau diesem Schema.