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SABMiller

Typ: Aktie
WKN: 861038 / ISIN: GB0004835483
Branche: Getränke, Lebensmittel und Tabak
Sektor: Getränke
Land: Großbritannien

10:27 24.05.12

SABMiller profitiert von Bierdurst in Lateinamerika und Afrika

LONDON (dpa-AFX) - Steigender Bierdurst in den Schwellenländern hat beim weltweit zweitgrößten Bierbrauer SABMiller eine schwache Entwicklung in Europa mehr als wett gemacht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 (Ende März) hat der Konzern weltweit mit 31,4 Milliarden US-Dollar elf Prozent mehr als im Vorjahr umgesetzt, wie das Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte. Insgesamt verkaufte der britisch-südafrikanische Konzern, zu dem nach der Übernahme im Dezember auch die australische Foster's Group gehört, auf vergleichbarer Basis drei Prozent mehr Bier und sieben Prozent mehr Softdrinks.

Vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) legte der Gewinn um zwölf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich blieben mit 4,2 Milliarden Dollar wegen hoher Verkaufserlöse des Geschäfts in Russland und der Ukraine sogar 75 Prozent mehr Gewinn übrig. Die Aktien des Braukonzerns büßten im frühen Handel etwas an Wert ein und lagen damit schwächer als der FTSE 100 . Beim Ausblick blieb das Unternehmen für die Schwellenländer zuversichtlich, erwartet aber in Industrieländern nur mäßig steigende Konsumausgaben. Die Produktionskosten dürften bei konstanten Wechselkursen im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen.

Florierende Absatzmärkte der Brauerei sind die Schwellenländer. Insbesondere in Lateinamerika und Afrika wuchs das Unternehmen stark. In Lateinamerika als wichtigstem Markt profitierte das Unternehmen nach eigenen Angaben davon, dass es mit seinen günstigen Marken den Absatz ausweiten konnte, mit den Premiummarken aber auch von steigenden Einkommen profitierte. In Afrika hätten sich Investitionen zusammen mit einem wirtschaftlich weitgehend günstigen Umfeld ausgezahlt, hieß es. Auch in Südafrika, das als Heimatmarkt separat ausgewiesen wird, steigerte SABMiller Absatz, Umsatz und operativen Gewinn. In Asien sorgte die Einbeziehung von Foster's für einen Umsatzsprung.

Sorgenkind des südafrikanisch-britischen Brauers bleibt Europa. Zwar erlöste der Konzern auf dem Kontinent zwei Prozent mehr, wegen sinkender Absätze und steigender Rohstoffkosten schrumpfte das operative Ergebnis (EBITA) auf dem wichtigen Markt aber um sechs Prozent. Auch bei den Konkurrenten AB Inbev und Heineken hatte der rückläufige Bierabsatz in Europa aufs Geschäft gedrückt. Daher suchen die großen Brauer ihr Heil in den Schwellenländern und versuchen, von den dort steigenden Einkommen zu profitieren.

SABMiller ist die weltweite Nummer zwei nach AB Inbev und besitzt bekannte Marken wie Pilsner Urquell, Grolsch und Miller. Insgesamt vertreibt das Unternehmen über 200 Biermarken und beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter in mehr als 75 Ländern. Der Konzern hatte sich im September mit Australiens größtem Brauer, der Foster's Group, nach mehreren Anläufen auf eine Übernahme für 10,5 Milliarden australische Dollar (8,1 Mrd. Euro) geeinigt und diese im Dezember abgeschlossen./men/jha/wiz



Quelle: dpa

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