Dax
11.762,50
-1,55%
MDax
23.284,00
-1,46%
TecDax
1.881,75
-1,80%
BCDI
142,37
-0,38%
Dow Jones
20.738,00
-0,41%
Nasdaq
5.305,31
-0,41%
EuroStoxx
3.290,50
-1,44%
Bund-Future
165,99
0,13%

Volkswagen Vz Aktie

Typ: Aktie
WKN: 766403
ISIN: DE0007664039
zur Watchlist zum Portfolio Aktien-Report
11:29 06.06.16

WDH/ANALYSE: Deutsche Bank warnt vor verfrühtem Optimismus im VW-Abgasskandal

(Konzernname in der Überschrift ergänzt.)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Mit ihrem zuletzt guten Lauf lassen die Vorzugsaktien von Volkswagen den Abgasskandal nach Einschätzung der Deutschen Bank bereits hinter sich. Doch hält Analyst Tim Rokossa den Optimismus der Anleger für möglicherweise verfrüht. Auch die operative Entwicklung gebe keinen Anlass zu Schwärmereien, meinte der Experte in einer Studie vom Montag. Auf der Positivseite führte er das Kostensenkungspotenzial des Autobauers an, das höher sei als bei jedem Konkurrenten.

Rokossa hob sein Kursziel wegen eines neuen Bewertungszeitraums bis ins Jahr 2017 zwar von 135 auf 150 Euro an, blieb aber wegen der weiter bestehenden Unwägbarkeiten bei seinem Votum "Hold". Im besten Falle könnte die Aktie bis auf 185 Euro steigen, im schlechtesten Falle aber auf 119 Euro sinken, erklärte der Deutsche-Bank-Experte.

Nach Einschätzung von Rokossa werden die Risiken von "Dieselgate" vor allem außerhalb von Deutschland unterschätzt. Der Experte glaubt nicht, dass sich die Kunden in Europa mit dem nur langsam angelaufenen Rückruf der betroffenen Fahrzeuge zufrieden geben. Er geht daher von weiteren Kosten von 4 Milliarden Euro aus, die zu den bereits bekannten Belastungen in Höhe von 18 Milliarden Euro hinzugerechnet werden müssten.

Auch wenn die VW-Vorzüge inzwischen wieder ihr Niveau von September zurückerobert hätten, seien diese zusätzlichen Mittelabflüsse wohl kaum eingepreist, schätzte der Analyst. Und sollten diese Gelder schnell ausgegeben werden müssen, könnte VW damit sogar zeitweise unter sein angestrebtes Liquiditäts-Polster von 20 Milliarden Euro fallen.

Erschwerend komme hinzu, dass es bei den Wolfsburgern im operativen Geschäft eher durchwachsen aussehe: Während sich die Premium-Marken gut schlügen, sei die Entwicklung insbesondere der Kernmarke VW sehr schwach. Die Marktanteilsverluste in Europa hätten sich beschleunigt. Zudem bereiten der kräftige operative Einbruch in China und die stark rückläufigen liquiden Mittel im ersten Quartal dem Experten Kopfzerbrechen. Es gebe wenig Hoffnung, dass Volkswagen der Entwicklung mit steigenden Preisen entgegentreten könne.

Eine Chance auf steigende Gewinne komme zwar von der Kostenseite, doch dies brauche Zeit. Rokossa befürchtet, dass der Autobauer mit seinen Sparmaßnahmen nicht schnell genug sein könnte, um die steigenden Ausgaben für Elektromobilität, autonomes Fahren und Regulierungsvorgaben ausgleichen zu können. Unter dem Strich könnte dies bedeuten, dass die Einsparungen kleiner ausfallen könnten als gedacht oder die positiven Einspareffekte länger auf sich warten lassen könnten als erhofft.

Mit der Einstufung "Hold" empfiehlt die Deutsche Bank auf Basis der erwarteten Gesamtrendite für die kommenden zwölf Monate, die Aktie weder zu kaufen noch zu verkaufen./tav/das

Analysierendes Institut Deutsche Bank.

----------------------- dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX -----------------------



Quelle: dpa


Hier geht's zur Aktien-Startseite

Anzeige

Deutsche Bank X-markets: Alle Derivate

News und Analysen

12:39 Uhr Kreise: Familien Porsche und Piëch stützen Diess und Stadler
12:27 Uhr ROUNDUP: Volkswagen vor Reform des Vergütungssystems für Top-Manager
11:27 Uhr Daimler investiert mehr als zwei Milliarden Euro in Transporter
09:39 Uhr VW-Konzernchef: Audi-Chef Stadler hat Vertrauen des Aufsichtsrates
06:31 Uhr VW-Aufseher sprechen über neues Vergütungssystem
23.02.17 ROUNDUP: Angeklagter VW-Manager streitet Vorwürfe vor US-Gericht ab
23.02.17 Angeklagter VW-Manager streitet Vorwürfe vor US-Gericht ab
23.02.17 GESAMT-ROUNDUP: PSA-Chef Tavares: Opel muss Sanierung selbst leisten
23.02.17 ROUNDUP 2: PSA-Chef Tavares will Sanierungsplan von Opel
23.02.17 ROUNDUP/PSA-Chef Tavares: Opel muss sich selbst sanieren
23.02.17 Umfrage: Autofahrer noch skeptisch bei Fahrten mit Roboterautos
23.02.17 ROUNDUP 2: Maschinenbauer Dürr plant für 2017 zurückhaltend
23.02.17 Allianz-Deutschland-Chef: Strengere Regeln für Boni wären sinnvoll
23.02.17 WDH: VW-Konkurrent Peugeot Citroen setzt sich vor Opel-Übernahme höhere Ziele
23.02.17 VW-Konkurrent Peugeot Citroen (PSA) setzt sich vor Opel-Übernahme höhere Ziele
22.02.17 Presse: Volkswagen und Tata sprechen über Zusammenarbeit
22.02.17 ROUNDUP 2: Diesel am Pranger - Streit um Fahrverbote in Stuttgart
22.02.17 Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Fahrverbote bei schlechter Luft
22.02.17 Autohändler-Verband sieht Preisverfall bei Dieselautos
22.02.17 KORREKTUR: SPD macht bei Managergehältern Druck - aber spielt die Union mit?
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 127
Volltextsuche
Neu Im Fokus
Aktueller Chart
  • Daimler überholt BMW beim Absatz!
  • Attraktive Dividenden-Rendite!
  • Ist die Aktie jetzt noch fair bewertet?
Nachrichtensuche

Performance: Dax-Aktien 2016

Platz: 30
Unternehmen: E.ON
Von 8,93 auf 6,79 Euro
Performance: -24,90%

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter Aktien-Ausblick, den Sie hier gerne anfordern können...
Champions-Timing - der richtigen Zeitpunkt ist entscheidend
Champions-Timing - der richtigen Zeitpunkt ist entscheidend
Unsere Einstiegs-Strategie: Nicht jeder Tag ist Kauftag. Die Gewinn-Chancen der Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief lassen sich durch die Wahl des richtigen Einstiegszeitpunkts nochmals erheblich verbessern. Dafür bedarf es keinen hellseherischen Fähigkeiten, sondern es gilt, Kauf- und Nachkaufsignale mit Ruhe und Disziplin zu beachten.