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DB X TRACKERS FTSE VIETNAM ETF

Typ: Etfs
WKN: DBX1AG /ISIN: LU0322252924
Land: Vietnam
Sektor: Aktien-ETF

09:35 04.02.13

db X-trackers FTSE Vietnam ETF: Vietnam vor dem Sprung

München (www.fondscheck.de) - Vor 20 Jahren hat sich Vietnam für die Marktwirtschaft geöffnet, so die Experten von "Euro fondsxpress" zum db X-trackers FTSE Vietnam ETF (ISIN LU0322252924/ WKN DBX1AG).

Ähnlich wie in China sei die Führung aber sozialistisch geblieben. Das Modell funktioniere. In den Jahren 2000 bis 2010 sei das BIP meist um etwa sieben Prozent gewachsen. "Das Land geht denselben Weg wie China, es liegt allerdings noch 15 Jahre zurück", ordne Eugen von Keller, Chef der Hongkonger Investmentgesellschaft Xanadu, das Land am Mekong ein. Während China schon selbst entwickle, hätten Fabriken in Vietnam vorwiegend Teile zusammengesetzt. Die gestiegenen Lohnkosten beim "großen Bruder" im Norden kämen der Wirtschaft Vietnams zugute. Viele Unternehmen würden ihre einfache Fertigung aus China zunehmend zum südlichen Nachbarn verlagern. Das seien vor allem Textil-, Elektro- und Maschinenbauunternehmen. Daher würden diese Branchen neben dem Tourismus und der Mineralölindustrie zu den wichtigsten Sektoren in Vietnams Wirtschaft zählen.

Große Ölvorkommen würden sich im Norden des Landes befinden. Zudem sei der südostasiatische Staat der zweitgrößte Reis- und Kaffee-Exporteur der Welt. Die Landwirtschaft trage immerhin 15 Prozent zum BIP bei. 2012 habe die Wirtschaft "nur" um 5,2 Prozent zugelegt, die Inflation habe sich im hohen zweistelligen Bereich bewegt. Grund sei nach Meinung von Landeskennern, dass nötige Strukturreformen zu zögerlich angegangen würden. Noch immer seien mehr als 50 Prozent der Betriebe in Staats besitz. Kommunistische Kader würden weitere Privatisierungen blockieren. Zudem hätten im Vorjahr Finanzskandale das Land erschüttert. Das habe auch den Aktienmarkt in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, unter Druck gebracht.

Die vietnamesische Börse sei 2012 bezüglich der Performance eine der schwächeren in Asien gewesen. Der Markt gelte schon lange als extrem schwankungsanfällig und leicht manipulierbar. So hätten deutsche Zertifikateemittenten in den Jahren 2006 und 2007 einen künstlichen Hype an der Börse im ehemaligen Saigon erzeugt, indem sie viele Papiere auf den engen vietnamesischen Aktienmarkt aufgelegt hätten. Anschließend sei ein tiefer Absturz gefolgt. Deshalb habe Vietnam bei vielen ausländischen Anlegern bis heute ein schlechtes Image und gelte als hochspekulativ.

Wer es jedoch links liegen lasse, mache einen Fehler. Hätten sich doch zuletzt die Perspektiven wieder aufgehellt. 2013 solle laut Regierung das Wachstum wieder 6,5 Prozent betragen, Investitionen und Konsum würden anziehen. Das Land profitiere dabei von der Erholung der chinesischen Wirtschaft. Das allein habe aber nicht zu der Hausse beim Leitbarometer Ho-Chi-Minh-Index geführt, das seit Anfang Dezember um 17 Prozent nach oben geschnellt sei. Auslöser sei vor allem die seit Ende 2011 von 18 Prozent auf 6,8 Prozent gefallene Inflation gewesen. Wenn die Erfolge bei der Inflationsbekämpfung weitergehen würden, seien die Aussichten db X-tracker FTSE Vietnam ausgezeichnet. Die 22 im ETF enthaltenen Aktien hätten nur ein Zehner-KGV, die Dividendenrendite liege bei rund 3,8 Prozent.

Vietnam könnte mal wieder eine Wette wert sein. Die Risikoaversion der Anleger weltweit sei stark zurückgegangen und sie würden auch wieder in Frontiermärkten wie Vietnam investieren. Da dort die Liquidität gering sei, reiche schon relativ wenig Geld, um die Kurse kräftig anzuschieben. Risikobereite Anleger könnten langfristig gesehen einsteigen. Das Potenzial nach oben sei gewaltig. (Ausgabe 5 vom 01.02.2013) (04.02.2013/fc/a/e)



Quelle: ac

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