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15:20 21.06.16

dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 21.06.2016 - 15.15 Uhr

VW-Konzern: Neue Ermittlungen ohne Einfluss auf Entlastungsvorhaben

WOLFSBURG/BRAUNSCHWEIG - Der Volkswagen -Konzern sieht in den jüngsten Vorwürfen der Staatsanwaltschaft gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn und VW -Markenchef Herbert Diess keine Hindernisse für den geplanten Ablauf der Hauptversammlung an diesem Mittwoch. "Die Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Braunschweig vom heutigen Tage führt keine neuen Tatsachen beziehungsweise Erkenntnisse über eventuelle schwerwiegende Pflichtverletzungen der nunmehr beschuldigten Vorstandsmitglieder an", teilte der Konzern am Montag in Wolfsburg mit. Volkswagen plant, bei dem Anteilseignertreffen am Mittwoch Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2015 zu entlasten.

Erster US-Anleiheinvestor verklagt VW im Abgas-Skandal

NEW YORK - Nach zahlreichen Aktionärsklagen kommt im Abgas-Skandal weiterer Rechtsstreit mit Anlegern auf Volkswagen zu. Die US-Kanzlei Labaton Sucharow teilte in der Nacht auf Dienstag mit, im Auftrag des Pensionsfonds BRS (Boston Retirement System) die erste potenzielle Sammelklage von Anleihehaltern auf den Weg gebracht zu haben, die sich von VW geschädigt sehen. Es geht den Anwälten zufolge um festverzinsliche Wertpapiere im Wert von mehr als acht Milliarden Dollar. Die Anleihen hätten nach Bekanntwerden der "Dieselgate"-Affäre im September 2015 Hunderte Millionen an Wert eingebüßt. Die Kanzlei wirft VW vor, die Schuldverschreibungen unter falschen und irreführenden Angaben ausgegeben zu haben und fordert Schadenersatz für ihre Klienten.

ROUNDUP: VW-Chef Müller stellt Zukunft des Diesels in Frage

WOLFSBURG - VW -Chef Matthias Müller hat nach dem Abgas-Skandal die Zukunft des Dieselmotors in Frage gestellt. "Es wird sich die Frage stellen, ob wir ab einem gewissen Zeitpunkt noch viel Geld für die Weiterentwicklung des Diesels in die Hand nehmen sollen", sagte Müller dem "Handelsblatt" (Dienstag) kurz vor der VW-Hauptversammlung an diesem Mittwoch. VW hatte bei Millionen von Dieselfahrzeugen mit einer Software Abgastests manipuliert. In den USA hat VW alle Dieselmodelle vom Markt genommen.

ROUNDUP 2: Gabelstapler-Hersteller Kion baut mit Milliarden-Zukauf Geschäft aus

WIESBADEN - Der Gabelstapler-Hersteller Kion will mit einem milliardenschweren Zukauf sein Geschäft vor allem in den USA deutlich ausbauen. Kion werde für den Automatisierungs- und Lieferkettenspezialisten Dematic abzüglich Verbindlichkeiten wie etwa Pensionsverpflichtungen voraussichtlich einen Kaufpreis von etwa 2,1 Milliarden US-Dollar (1,85 Mrd Euro) zahlen, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Dienstag in Wiesbaden mit. Dabei geht Kion von einem Unternehmenswert von 3,25 Milliarden Dollar aus. Die Übernahme soll im vierten Quartal abgeschlossen sein.

ROUNDUP: Südzucker-Tochter Cropenergies hebt die Prognose an

MANNHEIM - Die Südzucker-Tochter Cropenergies hat ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr dank gesunkener Rohstoffpreise und niedrigerer Betriebskosten am Dienstag angehoben. Weil die Preise für den Ökokraftstoff Bioethanol aber gesunken sind, geht das Unternehmen weiterhin von einem Ergebnis unter Vorjahresniveau aus. Eine vorübergehend stillgelegte Anlage in Großbritannien will Cropenergies im Juli wieder hochfahren und testen. Dies ist in der Prognose noch nicht berücksichtigt.

ROUNDUP: Versicherer Axa setzt Rotstift an - Einsparungen und Übernahmen geplant

PARIS - Der künftige Axa-Chef Thomas Buberl verordnet dem französischen Versicherer auf dem Weg in die Digitalisierung ein milliardenschweres Sparprogramm. Bis zum Jahr 2020 sollen die jährlichen Kosten um 2,1 Milliarden Euro vor Steuern sinken, teilte der Allianz-Rivale am Dienstag zu Beginn seines Investorentages in Paris mit. Dabei soll auch eine ungenannte Zahl von Arbeitsplätzen wegfallen. Zugleich will Axa mehr Geld in digitale Angebote und den Kauf anderer Unternehmen stecken: Pro Jahr soll allein rund eine Milliarde Euro in Übernahmen fließen.

'FAZ': Stada holt sich amerikanische Investmentbank an die Seite

FRANKFURT - Der unter Druck durch einen Großaktionär geratene Arzneimittelkonzern Stada hat sich einem Pressebericht zufolge eine Investmentbank zu Hilfe genommen. Damit wolle das Unternehmen seine Position gegenüber den Anteilseignern stärken, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstag) mit Verweis auf das Kapitalmarktumfeld. Der neue vorläufige Vorstandsvorsitzende Matthias Wiedenfels habe gerade eine große amerikanische Bank damit beauftragt, heißt es. Ein Konzernsprecher lehnte eine Stellungnahme in der Zeitung ab.

Schweizer Börsenbetreiber warnt vor zu großer Macht von Deutscher Börse und LSE

FRANKFURT - Der Schweizer Börsenbetreiber Six sieht den geplanten Zusammenschluss der Deutschen und der Londoner Börse kritisch. Durch die Fusion könnte im Abwicklungsgeschäft (Clearing) eine Konzentration entstehen, warnte Vorstandchef Urs Rüegsegger in der "Börsen-Zeitung" (Dienstag). Das gelte sowohl für das Geschäft mit Derivaten als auch mit Aktien. Der Schweizer forderte deshalb eine genaue Prüfung durch die Wettbewerbshüter. "Die Analyse der Auswirkungen auf den Wettbewerb durch die zuständigen europäischen Behörden erachten wir (...) als wichtig."

Kuka-Großaktionär Loh schließt Gegenangebot im Übernahmepoker aus

DÜSSELDORF/AUGSBURG - Der Kuka-Großaktionär Friedhelm Loh sieht kaum Chancen für ein deutsches Gegenangebot zur chinesischen Übernahmeofferte für den Roboterbauer. Die Frage nach einem Gebot der deutschen Anteilseigner des MDax-Konzerns sei ihm gestellt worden und sicherlich auch dem Großaktionär Voith. "Das können wir nicht", schloss Loh ein solches Vorgehen im "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) aus. "Bei den Konditionen des vorliegenden Angebots können wir nicht in den Wettbewerb eintreten". Loh hält über eine Beteiligungsfirma 10 Prozent an Kuka, Großaktionär Voith gar eine Sperrminorität von 25,1 Prozent. Der chinesische Hausgerätehersteller Midea hatte vor wenigen Tagen ein offizielles Übernahmeangebot für den Roboterspezialisten gemacht.

Softbank-'Kronprinz' Nikesh Arora geht

TOKIO - Der frühere Google -Manager Nikesh Arora verlässt den japanischen Telekom-Konzern Softbank, weil er nicht wie ursprünglich geplant in einigen Jahren zum Chef werden darf. Gründer Masayoshi Son wolle bis auf weiteres den Spitzenjob behalten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Er habe Arora zwar weiterhin als starken Nachfolge-Kandidaten betrachtet - dieser habe jedoch einen Chefwechsel bereits in einigen Jahren angestrebt.

Airbus-Deal mit Iran in der Warteschleife - Finanzierungsprobleme

TEHERAN - Die iranische Großbestellung von 118 Airbus -Flugzeugen liegt wegen der nicht geklärten Finanzierung auf Eis. "Wir verhandeln zwar seit zehn Monaten mit Airbus, aber ein finaler Vertrag ist noch nicht unterzeichnet", sagte Irans Transportminister Abbas Achundi am Dienstag. Wegen der Probleme mit den europäischen Banken könne man das Geld nicht überweisen.

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Quelle: dpa


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